Die Ausschläge und der Schwerpunkt der Cougar

12.11.2018

Weil ich keine 24 Stunden nach meinem ersten und bis jetzt einzigen Flug mit meiner TopRC Cougar bereits mehrfach nach den Ausschlägen und Einstellungen gefragt wurde, dokumentiere ich hier, wie ich sie (mehr oder weniger) aktuell fliege. Mit anderen Worten: Ich werden die Angaben in diesem Artikel ab und zu aktualisieren und vielleicht auch weiter kommentieren.

Gebrauch auf eigene Verantwortung und Risiko.

Nun denn; Der Stand der Dinge am 11.11.2018.

Ruderausschläge

Dual Rate High Dual Rate Low
Up / Left [mm] Down /Right [mm] Expo [%] Up / Left [mm] Down / Right [mm] Expo [%]
Querruder 24 24 40
Höhenruder 20 20 25
Seitenruder 32 32 0
Down [mm] / Winkel Höhenrudertrimm [mm]
Flaps Up 0 / 0° +3
Flaps TO 40 / 20° +2
Flaps LDG 110 / 55° -2.5
Servoweg [%] Expo [%]
Bugrad TO/LDG 20% 40
Bugrad Taxi 100% 60

(TO = Take off, LDG = Landing)

  • Ausschläge nach oben sind positiv.
  • Messung der Ausschläge:
    • Querruder: An der Spitze ganz innen, auf der Rumpfseite des Ruders
    • Höhenruder: An der Innenseite des Ruders
    • Seitenruder: Ganz unten
    • Flaps: An der Aussenseite der Klappen, in Richtung Flügel
  • Der Höhenrudertrimm wird als neutral angesehen, wenn das Ruder im Strak steht.
  • Die Ausschläge waren für den Erstflug sehr harmonisch und angenehm.

Schwerpunkt

Der Schwerpunkt befindet sich bei vollem Hopper, ca. 0.6l Tankinhalt und ausgefahrenem Fahrwerk genau bei 175mm (Herstellerangabe). Beachte, dass mein Tank näher am Schwerpunkt liegt als vom Hersteller vorgesehen. Der Schwerpunkt verschiebt sich also während des Fluges weniger als bei der originalen Einbauposition:

Während meines kurzen Erstfluges ist die Verschiebung des Schwerpunktes nicht weiter aufgefallen. Sobald der Flieger eingestellt ist, und wir uns aneinander gewöhnt haben, werde ich vermutlich einen leichten Unterschied feststellen können. Ich vermute, dass der Schwerpunkt im Laufe des Einfliegens noch um einen guten Betrag nach hinten wandern wird.

Ich hoffe, diese Angaben helfen weiter und ansonsten darf man gerne nachfragen.

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Cougar: Die Düsenkatze gibt sich die Ehre

11.11.2018

Vorsicht. Spoiler. Nicht weiter lesen.

  

Noch bevor ich hier erzähle, wie ich meine Düsenkatze fertig gebaut habe (alle Beiträge zur TopRC Cougar hier), will ich hier das Ende und gleichzeitig den Anfang einer neuen Geschichte vorne weg nehmen: Die Pumadame fliegt! Heute, am 11.11.2018 um ca. 16:20 hat die kleine wackere Jetcat P60 SE Turbine die behäbige Berglöwin in ihr Element geschoben. Nach einigen Rollversuchen beschleunigte sie die frisch getankte Cougar mit ihren 10.5 kg Startgewicht problemlos auf unserer 85 m langen Piste. Am Pistenende reichte ein leichtes Ziehen am Höhenruder um sie in die Luft zu heben. Flach stieg die Cougar weg, während sie ihr Fahrwerk im Bauch verschwinden lies.

Fliegen

Noch in der ersten Kurve begann sie den Eindruck zu erwecken, dass sie es durchaus mag, wenn man genug Gas stehen lässt. Die Telemetrie bzw. die Flugdatenaufzeichnung verriet mir, dass ich meistens mit ~60% der (getunten) Leistung meiner P-60 geflogen bin (125k rpm). Damit flog sie sicher, “scale” in ihrem Erscheinungsbild und nicht besonders schnell. Die aufgezeichneten Daten des GPS sprechen von 110-140km/h, wobei zu beachten ist, dass ich aufgrund des Erstflugprogrammes meistens mit gesetzten Flaps geflogen bin.

 

Als Erstes habe ich die Trimmung für alle Konfigurationen erflogen: Flaps Up, Flaps Take Off und Flaps Landing. Querrudertrimmung war keine erforderlich, die Cougar flog perfekt gerade aus. In der Landeposition der Flaps stehen die Bauchklappen bei meiner Cougar ziemlich quer im Wind. Die 55° ausgeschlagenen Klappen erfordern nicht nur Leistung, sondern auch etwas Nose-down Trimm. Die Klappen sorgen zum einen für zusätzlichen Auftrieb, zum anderen aber vor allem für eine anständige Bremswirkung. Im Final hatte ich etwa 20% Gas stehen, welches die Klappen gut “wegkonsumieren” konnten. Vorher habe ich aber in mittlerer Höhe die Langsamflugeigenschaften erflogen. Dabei zeigte sich, dass die Cougar mit ihrer Flügelfläche und den grossen “Filets” enorm langsam und dabei absolut gutmütig geflogen werden kann.

Die Cougar und ich sind zusammen rund viereinhalb Minuten in der Luft gewesen. Dabei hat sie 1l Kerosin verbraucht. 2dl Sprit gingen für das Rollen am Boden drauf  (Turbinenstart auf der Piste, Zurückrollen). Nach der Landung hatte ich noch 9dl im Tank. In diesen 4.5 Minuten hat die Raubkatze rund 8km Strecke zurück gelegt. “Interessant” sind einige Lücken bei den erfassten Telemetriedaten. Ob ich hier an irgend ein Limit gestossen bin? Das braucht noch Nachforschungen.

Nach der Nachfluginspektion folgt nun der Ausbau des Cockpits, damit sich Jimmy an seinem neuen Arbeitsplatz wohl fühlt. Ich freue mich auf die nächsten Flüge mit der grauen Mieze!

Danke an meine Copilotin und minutiöses Checklistenbinom (und Frau) Mari, an Martin Mürner für die Flugunterstützung, an Beat für die Fotos (“kannst du mal halten und ein paar Fotos machen?” während der Jet gerade an ihm vorbei startet…) und auch an Martin, Daniel und David fürs Unterstützen, Daumendrücken und das Überlassen unseres Flugplatzes für die Rollversuche und den Erstflug! <3 :)

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Ein Lebenszeichen meiner ehemaligen Libelle

04.11.2018

Der Herr, der meine Libelle an der Modellbaubörse in Dübendorf gekauft hat, hat mich ausfindig gemacht und mir unter anderem diese Bilder aus dem Berneroberland geschickt.

Es freut mich sehr, dass meine Kleine offenbar ein sehr gutes Zuhause gefunden hat :) Winke, winke, HB-1049 👋

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Es wird Herbst

29.10.2018

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Die Cougar gibt Gas

04.08.2018

Trotz (oder gerade auch wegen) des Sonnigen Wetters (dieser Sauhitze), hab ich mich in den letzten Wochen auch immer wieder mit meiner Berglöwin in der kühlen Werkstatt beschäftigt.

Die P60-SE auf dem Teststand

Um mich mit dem vorgesehen Treibling und seiner Bedienung vertraut zu machen, habe ich für meine P60-SE einen Teststand gebaut. Auf dem nahen gelegenen Flugplatz Speck konnte ich meine Air&Fuel Station sowie einen Reservetank mit insgesamt 40 Liter Kerosin befüllen. Damit stand dem Vergnügen nichts mehr im Wege. Der Prüfstand ist auf einer, passend als Restholz verfügaren, Sperrholzplatte aus dem Baumarkt aufgebaut. Die Technik habe ich mit Klebesockeln und Kabelbindern auf dem Brett befestigt. Das Brett wird für die Testläufe mit Schraubzwingen auf zwei beschwerten Böcken befestigt.

Die ersten Versuche waren ernüchternd. Die Turbine wollte partout nicht starten. Erst das schrittweise Erhöhen der Pumpenanlaufspannung bis auf 0.25 V hat zu einem einigermassen zuverlässigen Startverhalten geführt. Etwas hinderlich dabei war, dass die Bedienungsanleitung von einer Anlaufspannung zwischen 0.15 und 0.25 Volt spricht. Bei mehr als 0.275 V Anlaufspannung sei die Pumpe zu ersetzen. Wie ich von Udo Töpfer von Jetcat später erfahren habe, ist dies jedoch normal. Der Pumpenhersteller habe vor längerer Zeit “etwas geändert” und seither habe sich die Pumpenkennlinie verschoben. Die Angaben von 0.275 Volt in der Anleitung stimme nicht mehr, inzwischen müsste da eher 0.35 oder 0.4 Volt stehen. Auch an anderen Stellen merkt man, dass die Anleitung inzwischen in etwas die Jahre gekommen ist. Das Bedienfeld der GSU ist nämlich ganz anders beschriftet als auf den Fotos oder im Text beschrieben. Die Anordnung der Tasten hat sich aber nicht geändert, sprich die “linke rote” hat, trotz anders lautender Beschriftung, immer noch die selbe Funktion. Die Anleitung ist zwar vollständig, aber etwas unübersichtlich aufgebaut. Vor und während der Inbetriebnahme der Turbine sollte man sich aber sowieso intensiv mit der Anleitung beschäftigen, so dass man früher oder später den Überblick hat.

Als meine Turbine dann zuverlässig startete und lief, habe ich festgestellt, dass der Fuel Flow, wie ihn die ECU ausgibt, überhaupt nicht stimmen kann. Mein 1l Tank war immer schon bei 650 verbrauchten Millilitern leer. Herr Töpfer meinte dazu, es hätte eine Serie gegeben, wo der Fuel Flow nicht stimmen würde. Es sei zwar eine lineare Abweichung (also proportional immer um den selben Faktor falsch), aber mann könne auch das einstellen. Ich habe vorerst darauf verzichtet, da ich mit einer proportionalen Falschanzeige leben kann. Um die Telemetrie-Alarmwerte zu setzen, kann ich die Tankgrösse einfach um den selben Faktor “skalieren”. Da aller Voraussicht nach zusätzliches Gewicht in der Nase notwendig wird, habe ich mich zudem entschieden, einen Teil des Bleis lieber durch einen Jeti Flow Sensor zu ersetzen. Ich bin gespannt, was beim Vergleich der beiden Messungen heraus kommt.

Als ich mich im letzten Sommer für die Cougar als meinen ersten Düsenjet entscheiden habe war sowohl bei meinem Händler, als auch bei TopRC die Sprache von 6.8 kg Startgewicht. Auch wenn ich dem nur beschränkt Glauben schenkte, war die Empfehlung einer 60N Turbine damit in meinen Augen Sinnvoll. Als klar wurde, dass ich mit ca. 10 kg Abfluggewicht rechnen musste, kamen mir doch immer wieder Bedenken, ob die Leistung wohl für einen sicheren Start auf unserer 85 m Textilpiste reichen würde (Inzwischen hat TopRC das Gewicht und auch die Empfehlung des Antriebs etwas nach oben korrigiert). Die Situation erinnerte mich ein bisschen an meine kleiner Orange TB-Models Cougar, die zwar gut fliegt, aber Leistungsmässig am untern Ende des Spassspektrum figuriert. Auf Nachfrage bei Jetcat habe ich erfahren, dass die Möglichkeit besteht, die P60-SE von 165’000 RPM auf 175’000 RPM zu “tunen”. Damit werden um die 8 N zusätzlicher Schub verfügbar. Eintauschen tut man diese Leistung allerdings gegen die Werksgarantie. Nach einer Woche Bedenkzeit habe ich mich entscheiden die Prozedur mit Udo Töpfer von Jetcat am Telefon durch zu ziehen. Das hat so weit tipptopp geklappt. Die zusätzlichen 10k RPM lassen den Düsenkonus deutlich sichtbar rot glühen, ein Hinweis darauf, dass die Turbine eben doch eigentlich für ihre Nennleistung gebaut ist. Auch  die nicht ganz symmetrische Verbrennung sieht man damit noch viel besser.

Weils so schön ist und gerade Nationalfeiertag war, gabs auch einen kurzen Nachtlauf der Düse 😃

Insgesamt habe ich eine Stunde und 15 Betriebsminuten und um die 30 Starts “gesammelt”, bis ich mich sicher fühlte, das Verhalten der Turbine zu kennen glaubte und die Gesundheit des Startvorgangs am Ton erkennen konnte. Dabei hat sich mein Programmierkonzept für die Jetcat Turbine im Zweikanalbetrieb bewährt. Die Zeit auf dem Prüfstand hat sich gelohnt. Jetzt ist die Turbine, die Peripherie und auch ich bereit für den Einbau in den Rumpf.

Flaps

Die Flügel, das Höhen- und Seitenleitwerk habe ich ja schon gebaut. Von den Steuerflächen waren nur noch die beiden Rumpfklappen “offen”. Die Flaps erhielten, wie das Seitenruder und das Bugfahrwerk, je ein Savöx SV-1260MG Servo mit 80 Ncm bei 6V. Das Servo passt saugend in die Öffnung. Ich habe das Servo von hinten mit vier M3 Schrauben in den vorgesehen Spant geschraubt. Sie liegen damit etwas weiter von der Turbine Entfernt und auch die Anlenkung der Klappen kann etwas näher an der aerodynamischen Mitte erfolgen.

Die im Auslieferungszustand noch ziemlich widerspenstigen und schwergängigen Klappen sollte man bei den Arbeiten gut und so lange immer wieder durchbiegen (bis 90°), bis sie leichtgängig werden. Die Servos haben genug Arbeit die Klappen gegen den Wind zu stemmen, da muss das Laminat am Scharnier nicht auch noch zusätzlich Widerstand leisten.

Auf den Klappen habe ich selbst gebastelte GFK Hörner als Gegenlager für das Gestänge aufgeklebt. Damit ich die Servokraft so gut wie möglich ausnützen kann, und trotzdem in beide Richtungen etwas Trimmweg habe, habe ich die Position so bestimmt, dass der von mir gewünschte Ausschlag mit dem längsten beiliegenden Servohorn und etwas weniger als 150% Servoweg erreicht wird. Für meine Servo und Sterungskombination liegt der Anschlusspunkt für das Gestänge 34 mm von der Scharnierlinie entfernt.

Die Länge des Gestänges und die Position des Servohebels habe ich so gewählt und eingestellt, dass sich der Servoarm im eingefahrenen Zustand exakt im Totpunkt der Anlenkung befindet. Damit entfällt nicht nur das lästige Knurren der Servos unter Belastung, so sparen wir auch Strom, schonen Servo, Empfänger und den Spannungsregler.

Verkabeln

Abgesehen von den Kabeln für die Querruder mit einfachen JR Servoanschlüssen und den verlängerten Kabeln der Servos für die Rumpfklappen, gab es vor allem zum Heck einen Kabelbaum zu verlegen. Dort wollen zwei Höhenruderservos und eine Seitenrudersorvo mit Strom und Signal versorgt werden. Um mir die Möglichkeit offen zu halten, das Seitenleitwerk demontierbar auszubauen, habe ich dort einen achtpoligen Mutliplexstecker eingesetzt. Alle drei Servos werden über eine gemeinsame 0.5mm² Leitung gespiesen. Im Bereich oberhalb des Schubrohres habe ich den Kabelstrang zusätzlich in einen ungeschrumpften Schrumpfschlauch gesteckt, bevor ich die Kabel so direkt wie möglich in das Filet der linken Tragfläche weg geführt habe. Einerseits ist so ein Schrumpfschlauch relativ Temperaturbeständig, und anderseits sieht man ihm an, ob’s ihm mal warm wurde. In diesem Fall könnte man die fünf Kabel durch speziell temperaturbeständige Modelle auszutauschen. Solche mit einem Teflonmantel isolierten Kabel habe ich erst Später gefunden und in drei verschiedenen Farben auf je einer 30 Meter Rolle angeschafft.

Die Elektrik für die Steuerflächen ist damit fertig. Wie es mit dem Pneumatik- und Turbineneinbau gegangen ist gibt’s im nächsten Bericht zu meiner kleinen grossen Cougar zu lesen. Nur so viel Spoiler muss sein: Sie steht inzwischen auf ihren eigenen Rädern 😃

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Die kleine Italienerin: Sebarts Mini Avanti S

26.07.2018

Nach dem ich seit dem ersten Bericht über 50 Flüge mit meiner Mini Avanti auf dem Zähler habe, ist es wohl langsam Zeit für ein kleines Resumé über den Bau, die Fliegerei und meine Erfahrungen mit der kleinen grossen Italienerin.

Die Verkabelung und Elektronik

Zu bauen gibt es eigentlich nicht mehr viel. Trotzdem verschlingt der RC Ein- und Ausbau doch immer wieder erstaunlich viel Zeit. Die gewählten Hitec 5085MG Servos passen tip-top. Die Schächte habe ich im Bereich der Servoschrauben von hinten je mit einem Stückchen Kiefernleiste aufgedoppelt, damit diese ein bisschen mehr Halt finden, als nur gerade im dünnen und weichen Pappelsperrholz. Die beiliegenden Kleinteile sind zum grossen Teil gut. Die Ruderhörner in Einheitsgrösse sind sauber aus GFK gefräst und die Länge der Servogestänge passt perfekt. Wenn die Kugelköpfe nicht so viel Spiel hätten, liesse sich damit eine saubere Anlekung aufbauen. Im Auslieferungszustand sind sie leider ein Fall für den Abfallkübel. Ich habe sie mit dem Heissluftföhn vorsichtig erhitzt, bis der Plastik weich wurde und sich zusammen zu ziehen begonnen hat. Nach dem Erkalten sassen dann die Kugel satt in der Fassung.

Nach dem Einbau der Servos galt es die Strippen zu verlegen. Bei zwei Servos, einem Einziehfahrwerk und einer Bremse pro Flügel kommt da einiges an Laufmetern zusammen. Insgesammt 20 Adern gilt es bei den Tragflächen anzuschliessen. Entgegen der Anleitung habe ich mich dazu entschlossen, jeden Flügel mit nur einem Steckerpaar anzuschliessen und diese auch nicht fest in der Flächenwurzel des Rumpfes zu verkleben. Wenn man die Stromversorgung der beiden Servos kombiniert, dann bleiben pro Flächenhälfte acht Adern zum Verbinden: Bremse (2 Adern), Fahrwerk (2 Adern), Signalleitungen für Flap- und Querruderservos (2 Adern) und die Stromversorgung der Flap- und Querruderservos (2 Adern). Das passt genau auf einen achtpoligen Multiplexstecker. (Bzw. ein sau teurer achtpoliger “Klon” davon. Im Elektronikfachhandel habe ich die Stecker leider nicht gefunden, weshalb ich sie zu Apothekerpreisen einzeln bei einem hier nicht zu nennenden Fachhändler kaufen musste, der mir trotz der “Grossmenge” von 10 Einzelstücken dafür auch noch 10 Franken Porto und Verpackung (ein Couvert!) verrechnete.)

Das gelbe Ding im ersten Bild ist die Bremselektronik der JP Hobby Räder.

Auch ins Heck führt ein beachtlicher Kabelstrang. Sebart hat hier dünnes GFK Rohr von der Mitte der Rumpföffnung bis unters Leitwerk verlegt. Darin verschwinden die drei Kabel zu den beiden Höhenruder- und dem Seitenruderservo. Saubere Sache. Im vorderen Teil habe ich dieses Rohr mit einem Gewebeschlauch bis vor die Nase verlängert. An der Seitenwand ist mit Klett zuerst die Bremselektronik und danach die Fahrwerkselektronik befestigt. Wie sich herausgestellt hat, wäre es aufgrund des Schwerpunktes nicht notwendig die Elektronik so weit vorne zu verbauen. Platz wäre auch weiter hinten genügend vorhanden.

Elf von zwölf Kanälen des REX 12 sind belegt:

  • 2x Querruder
  • 2x Flaps
  • 2x Höhenruder
  • 1x Seitenruder
  • 1x Bremse
  • 1x Einziehfahrwerk
  • 1x Bugradsteuerung
  • 1x Gas

Programmiert habe ich den Jet wie im Artikel Programmieren eines Jets mit Flugphasen beschrieben.

Die Bordstromversorgung wird durch das BEC des Jeti Mezon Reglers gestellt. Die Radbremsen haben neben dem Empfänger- bzw. Signalanschluss eine zusätzliche Versorgung für den Bremsstrom. Dieser Strom wird über den Balanceranschluss aus 4 Zellen des Antreibsakkus bezogen. Der Minuspol des Bremsanschlusses in der Bremselektronik ist mit dem Minuspol der RC Stromversorgung, und damit via BEC auch mit dem Minuspol des Antriebsakkus verbunden. Es ist entsprechen wichtig zu beachten, dass die 4s immer die “untersten” 4 Zellen (die vier Zellen gleich nach dem Minuspol) des Antriebsakkus sind. Erwischt man versehentlich den “oberen” Akku, gehen Regler oder Bremselektronik über den Jordan. Bei mir waren es gleich beide. Da ich zwei Akkusets für die Avanti habe, 2x4s und 1x3s+1x5s, habe ich je eine 4s und eine 5s Balancerbuchse für den Anschluss im Flieger. Beim 5s Akku verbinde ich trotzdem nur 4 Zellen mit der Bremselektronik, damit die Bremsspannung und damit auch die Bremswirkung bei beiden Akkusets die Gleiche ist. Die (asymmetrische) Ladungsentnahme ist marginal und wird vom Ladegerät beim Laden wieder ausbalanciert.

Flügel und Fahrwerk

Sebart sieht vor, dass die Flügel mit einer Blechschraube quer durch den Flügel in den CFK Flächenverbinder fixiert werden. Diese Lösung gefiel mir nicht weil es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Rohre im Bereich der Schrauben entweder zerfressen oder gespalten werden. Ich habe daher eine Lösung mit einer Holzeinschlagmutter abgekupfert und umgesetzt:

Die Metallschraube auf dem dritten Bild dient nicht etwa der Befestigung, sondern nur temporär zum “Anzeichnen” des benötigten Loches auf der Wurzelrippe des Flügels. Der Flügel wird schlussendlich von einer M 4 Kunststoffschraube am Rumpf gehalten. Um die Wurzelrippe etwas zu schonen und die Kraft etwas sauberer einzuleiten, habe ich auf der Innenseite des Flügels zusätzlich eine metallene Unterlagscheibe verklebt (nicht auf dem Bild).

Zur Montage der JP Hobby Räder musste ich das Loch für die Achsen in den Alubeinen von 3 auf 4mm aufbohren. Ansonsten habe ich den Flügel wie in der Anleitung beschrieben aufgebaut.

Für das Höhenruder habe ich mir, bzw. meiner Avanti, den “Tunigspant” von Fantastic Jets gegönnt. Da ich dort ebenfalls einen Einlauftrichter und einen Schaumstoffständer für die Avanti (und all meine anderen Flieger in dieser Grösse) bestellen wollte, musste ich bei deren Einfuhr in die Schweiz sowieso Zoll schon und Beamtenabnutzungsgebühren bezahlen. Damit ging der nicht gerade günstige Spant psychologisch im Gebührenrauschen unter. Aber zurück zum Thema. Diesen Spant verklebt man gleichzeitig in seiner endgültigen Position sowohl mit dem Rumps als auch mit dem Kohlestab, der die Höhenleitwerke trägt. Nach dem Aushärten des Epoxys sägt und schleift man das verbleibende Kohlestück in der Mitte weg. Damit steht der Kohlestab nicht mehr im Weg des Strömungskanals. So einen Spant kann man aber natürlich auch selbst aus einem Stück Sperrholz basteln, oder aber den Kohlestab wie vorgesehen einfach durchgängig belassen. Die Delle im Kanal soll keinen messbaren Einfluss haben, wie im RC-Network berichtet wird.

Triebwerk

Damit der Impeller genug unverwirbelte Luft bekommt, ist er mit einem Einlauftrichter zu versehen. Ich habe dazu den VDI Trichter von Fantastic Jets verbaut. Er passt saugend auf den Ejets Fan.  Beim Einbau des Triebwerks lohnt es sich den Impeller nicht zu weit vorne einzubauen. Im Gegenteil, es ist besser das Gebläse weit hinten am vorgesehenen Spant zu befestigen. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist der Flieger eher nasenlastig konstruiert. Den Akku nach vorne schieben ist überhaupt kein Problem, nach hinten sind jedoch Grenzen gesetzt, da er zunehmend in den Luftstrom zwischen den Einläufen und dem Impeller gerät und diesen stört. Der zweite Grund liegt ganz spezifisch bei dieser Luftführung: Die beiden Einlaufkanäle “schielen” im Auslieferungszustand sauber links und rechts am Triebwerk vorbei. Was bei einer Ausstattung mit Turbine aufgrund des geringen Luftbedarfs kein Problem sein mag, ist jedoch Gift für die durchsatzhungrigen Elektroimpeller. Je weiter hinten der Antrieb sitzt, desto mehr Platz hat die Luftströmung um doch noch den Weg aus den Kanälen in den Trichter zu finden. Zusätzlich sollten die Einlaufkanäle unbedingt ausgefräst werden um der Luft einen direkteren Weg zu ermöglichen.

Wie auf dem ersten Bild ersichtlich, habe ich den ganzen Antrieb zuerst genau nach Anleitung eingebaut und getestet. Mit der originalen “eckigen” Luftführung sank der Schub beim Aufsetzen der Kabinenhaube um 5N! Das grosszügige Öffnen der Strömungskanäle brachte Abhilfe. Auf diesen Bildern sieht man auch die beiden Kiefernleisten, die ich mit 5-Minutenepoxy unten am Kabinenhaubenrahmen angeklebt habe. An den beiden Leisten habe ich den Regler befestigt. Er befindet sich damit an einem gut belüfteten Platz. Das Einpassen und Einfügen des Trichters ist ein bisschen ein Gedulds- und Knobelspiel: Ein Geduldsspiel, weil er zwischen den Schleifgängen immer wieder eingesetzt werden muss um die Passung zu prüfen, und eine Knobelspiel, weil man zuerst herausfinden muss, wie man den (in Grenzen verformbaren) grossen Trichter überhaupt durch die schmale Öffnung an seine Position bringt.

Die 8s/5Ah Akkus kommen relativ weit hinten zu liegen und stehen so teilweise im Luftstrom. Ich befestige sie mit zwei Klettverschlüssen aus der Krabbelkiste (in ihrem früheren Leben haben sie Skier zusammengehalten).

Fliegen

Ende Oktober 2017 erfolgte der Erstflug. Von Anfang an war die Avanti angenehm und problemlos zu fliegen und erforderte lediglich ca. 1mm Hoch-Trimm. Inzwischen habe ich sie nach meinem Gusto eingestellt. Obwohl die Avanti durchaus sogar ein 3D Kunstflugjet ist, mag ich doch lieber das weiträumige, vorbildähnliche Jetfliegen. Grosse Figuren und sanfte G-Wechsel. Das kann sie genau so gut. Entsprechend sind die von Sebart vorgesehenen Ausschläge für mich nicht opportun. Wohlweislich hatte ich bereits für den Erstflug eine Dualrate mit reduzierten Ausschlägen nach Gutdünken parat. Im Moment fliege ich mit Ausschlägen gemäss der folgenden Tabelle, wobei ich meistens die kleinen Ausschlägen (DR Low) verwende: (Die moderaten Expowerte der DR Low Einstellung sollten auch bei DR High gut passen. Das werde ich entsprechend nachjustieren und dann hier updaten.)

DR High DR Low
UP / Left [mm] DN /Right [mm] Expo [%] UP / Left [mm] DN / Right [mm] Expo [%]
Querruder 15 14 0 12 11 15
Höhenruder 14 14 0 11 11 20
Seitenruder 27 27 0 20 20 25
DN [mm]
Flaps TO 15
Flaps LDG 55
Servoweg [%] Expo [%]
Bugrad TO/LDG 25.00% 35
Bugrad Taxi 100.00% 75

Zum Starten empfiehlt sich aufgrund des geringen Raddurchmessers des Hauptfahrwerks von 55mm eine Hartbelagpiste. Nach 50 Metern Rollstrecke reicht die Geschwindigkeit problemlos aus, damit das ausgetrimmte Modell (je nach Trimmung der Flaps Take Off Flugphase) von selbst, oder mit leichtem ziehen, abhebt und flach weg steigt. Die Landeklappen sind dabei ca. 15 mm nach unten gestellt. Nach dem Abheben sofort das Fahrwerk und auch gleich die Klappen einfahren sowie die Bremsen kurz antippen, damit die noch drehenden Räder stoppen. Dann kann es los gehen.

Grundsätzlich fliegt die Mini Avanti S wie auf Schienen. Mit diesen Einstellungen ist es eine Wonne, wie sie ruhig, präzise und sanft durch die grossräumigen Figuren geflogen werden kann. Der gewählte Antrieb (Jetfan 90/Leomotion 4038-1500 an 8s/5Ah) verleiht ihr, trotz einem Schub-Gewichtsverhältnis von weniger als 1, mehr als genügend Dampf für unglaublich lange und kräftige Aufwärtspassagen. Loopings mit 150 Meter Durchmesser sehen wunderbar aus und wer will kann auch solche mit 200 Metern Durchmesser fliegen. Grosse Wendefiguren, halbe Loopings in allen Varianten und Schräglagen, Lazy Eights oder Walzen gehören zu den Lieblingsfiguren des Modells. Rückenflug erfordert mit dem angegebenen Schwerpunkt (die angegebenen 145 mm liegen übrigens genau auf den vorderen Schrauben des Einziehfahrwerks) nur sehr wenig nachdrücken, und Rollen – auch schön langsam geflogene – gelingen problemlos schnurgerade. Beim Anstechen liegen gut 250 km/h drin und im Langsamflug zeigt sie ihre Kunstflugwurzeln: Wenns ihr zu bunt wird, geht sie ohne abzukippen in den Sackflug über. Beim Start fliessen 110 bis 115 A, im Flug liegt der Verbrauch meist zwischen 20 und 50 A. Die Flugzeit der Avanti ist erstaunlich. Bei 75-80% Entladung der 8s/5Ah ergeben sich bei akrobatischem Fliegen ca. sechs Minuten, und beim grossräumigen “Jetfliegen” sogar gut sieben Minuten Flugzeit. Dabei legt die Avanti pro Akku eine Streke von etwa 14 km zurück.

Vor der Landung fahre ich das Fahrwerk aus und kontrolliere dies in einem Überflug. Die Avanti hat mich dabei glücklicherweise noch nie im Stich gelassen. Ab der Hälfte des Downwindes setze ich “Flaps Landing”. Die 55mm weit ausgefahrenen Landeklappen erzeugen einerseits etwas zusätzlichen Auftrieb, vor allem aber Widerstand, den man gut zum regulieren des Gleitpfades einsetzen kann. Von nun an sollte die kleine Italienerin vorwiegend mit dem Gas zur Pistenschwelle gesteuert werden. Für die Landung mit voll gesetzten Flaps ist es wichtig, das Gas nicht knapp über dem Boden “wenn alles stimmt” weg zu nehmen. Aufgrund des grossen Widerstandes mit den ausgefahrenen Klappen sackt sie sonst sofort durch. Am Besten gelingen die Landungen, wenn man die Avanti mit dem Gas-Setting des stabilen Endanfluges einfach weiter sinken lässt. Im Bodeneffekt lässt sie sich damit noch kurz abflachen, bevor man aufsetzt und erst dann das Gas heraus nimmt. Die Radbremsen besorgen dann, besonders auf unserer kurzen Piste, den Rest und schonen das Fahrwerk, indem sie nicht ins Gras rollt. Die originalen 4mm Stifte, welche die Fahrwerksbeine mit der Mechanik verbinden, sind ungehärtet und verbiegen sehr schnell. Ich habe sie nach den ersten Flügen gegen gehärtete Passstifte ausgetauscht. Auch hat es bei härteren Landungen die Aluzunge des Schleppgelenks des Hauptfahrwerkbeins verbogen. Hier rächt sich womöglich das gegenüber der Katalogauslegung erhöhte Gewicht.

Fazit

Ich glaube, ich konnte es nicht verbergen: Die kleine Italienerin hat es mir angetan. Die elegante Linienführung und die hervorragenden Flugleistungen lassen meine anderen Jets manchmal sogar etwas verblassen. Durch das ruhige Flugverhalten erscheint die kleine Avanti wie ein wesentlich grösserer Jet, sowohl für die Zuschauer als auch für den Piloten an den Knüppeln. Es macht eine riesen Freude sie in grossen, kraftvollen Figuren majestätisch durch den Himmel zu dirigieren und die Zaungäste in Staunen zu versetzen :)

.o0(50 Flüge bei durchschnittlich knapp sieben Minuten Flugzeit und 14 km Strecke pro Flug sind 700 km in fünfeinhalb Stunden bei einem Verbrauch von etwa 7 kWh…)

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Tornado: Das Kreuz mit dem V-Leitwerk

19.06.2018

Auch den nächsten Schritt, der Aufbau des V-Leitwerks, galt es ohne Bauanleitung zu meistern. Wie schon im ersten Beitrag beschrieben, ist das kein unüberwindliches Hindernis. Aber die latente Furcht vor einem verbastelten Bauteil lässt einem jedoch bei diesem teuren Flieger jeden Schritt drei mal durchdenken. Ungezügelte Baufreude kommt so nicht auf.

Mein Elektro-Rumpf hatte als Ruderhörnchen für das V-Leitwerk zwei Aluwinkelchen dabei. Diese weisen ein M 2 Innengewinde auf, wo zwei mitgelieferte Kugelköpfe eingeschraubt werden können. Mit einer Feile habe ich die Schlitze in den Rudern angepasst, damit die Winkelchen sauber hinein passen. Beim Einpassen zeigte sich, dass die beiden Leitwerke zwar gleich gross, aber die Ruder nicht beiderseitig gleich tief ausgefräst sind. Das Eine ist gut einen Millimeter tiefer als das Andere. In der Hoffnung, die Winkel genau so weit aus dem Ruder heraus ragen zu lassen, dass sie sich weder gegenseitig in die Quere kommen, noch am Rumpf streifen, habe ich sie angeschliffen, entfettet und mit 30 Minuten Epoxy eingeklebt. Wie sich gezeigt hat, passt es. Sie dürften aber auch einen halben Millimeter weiter aus dem Ruder hinaus schauen, dann wärs perfekt.

Damit die KST DS215MG für die V-Leitwerksanlenkung in den vorgesehenen Rumpfkasten passen, musste ich die bereits ausgefrästen Löcher wieder etwas verkleinern. Das war kein Problem. Mit vier Streifen einer GFK Platte habe ich die Wand aufgedoppelt. Auf der einen Seite hat dadurch die Servoschraube etwas zusätzlichs Material um sich festzubeissen, und andererseits steht das Hintere der beiden kleinen Servos ohne diese Massnahme an der gegenüber liegenden Rumpfwand an.

Als Steuerstangen liegt dem Flieger ein 1.4 Meter langes Kohleröhrchen bei, das zwei geteilt, für je ein Ruder des V-Leitwerks zuständig ist. Nach dem Ablängen habe ich je eines der mitgelieferten M 2 Gewindestücken mit 5 Minuten Epoxy in die Enden dieser Röhrchen eingeklebt. Die Gewindestangen haben aber eher etwas Untermass, womit die Gabelköpfe arg viel Spiel haben. Das habe ich leider erst nach dem Einkleben bemerkt, ansonsten hätte ich sie mit vier Stücken aus meinem Lager vertauscht. Mit Schraubensicherung sollte das aber später trotzdem zu keinen Problemen führen.

Nachdem ich die Durchbrüche für die Schubstangen gebohrt, und die Servokabel so weit verlängert hatte, dass ich den Empfänger im Kabinenhaubenbereich anschliessen konnte, habe ich die Servos an ihren Arbeitsplätzen montiert. Jetzt konnte ich die Hebelverhältnisse an den Servos und und den V-Leitwerksrudern begutachten. Wie erwartet, sind die Ruderhörnchen für vernünftige Servowege zu kurz. Die für die VLW Hörnchen mitgelieferten Kugelköpfe habe ich daher durch Eigene ersetzt und mit einer zusätzlichen Mutter als Abstandshalter den Hebel etwas verlängert. Wenn man das innerste Loch des vierarmigen Ruderhörnchens verwendet und die Gabelköpfe servoseitig etwas ausfräst, ergibt das einigermassen vernünftig erscheinende Servowege.

Mit dem Anbringen der Verkleidung des Rumpfhinterteils ist diese Baustelle abgeschlossen.

Allgemein kann ich nun festhalten, dass die Qualität des beiliegenden Kleinmaterials leider enttäuschend ist. Abgesehen von den Aluwinkelchen als Ruderhörner fürs V-Leitwerk, habe ich bis jetzt keine der Kleinteile aus dem Lieferumfang verwendet (oder hätte sie im Falle der Gewindestangen besser nicht verwendet). Auch die beiliegenden Gabelköpfe habe ich verschmäht und durch Qualitätsware aus meinem Ersatzteillager ersetzt. Die haben einfach keinen guten Eindruck gemacht.

Zum Abschluss kommen im nächsten Teil des Berichtes die beiden Flügel dran. Damit ist der Wirbelwind hoffentlich rechtzeitig für unseren Frankreich-Trip bereit :)

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Chinesische Hangfräse für den Sommer: Tornado von RCRCM

13.06.2018

Kürzlich, bei unserem erneuten Aufenthalt im Watles im Südtirol, hat sich bei mir die Überzegung gebildet, dass ich für unsere nächste Hang- und Modellflugtour in die französischen Alpen, einen weiteren Flieger brauche. Mit dem fast 4 Meter spannenden Orca habe ich einen grossen Thermikflieger. Meine Version ist mit 3.7 kg kein Thermikschleicher mehr, aber trotzdem auf der trägen Seite der Allroundflieger. Der Pino ist mit seinen handlichen 2.5m Spannweite ein echtes Allroundwunder. Er spricht bereits auf leichte Thermik an, fliegt sich sehr leichtfüssig und agil und zieht super durch, nicht nur, aber besonders, wenn man ihn mit ein bisschen Ballast beschwert. Ein Flieger der grössenmässig dazwischen liegt, für mittlere Bedingungen und mit guter Agilität, würde das Sortiment abrunden. So etwas wie meine Baghira, aber etwas rassiger ausgelegt und mit Elektromotor. Eine Baghira mit einem Hotliner gekreuzt würde eigentlich auch sonst ganz gut in meinen FuhrFlugpark passen.

Da Topper und ich aber schon bald in die Hautes Alpes aufbrechen, musste der Flieger und seine Komponenten lieferbar sein. Daher habe ich mich für einen RCRCM Flieger entschieden, der bei modellmarkt24.ch lieferbar war: Eine rot-weisse Tornado solls werden! Und um dem Hotliner-Aspekt gerecht zu werden, kam als Motor ein Leomotion L3038-3500 mit einem 6.7:1 Getriebe und einer 16×16 Zoll Luftschraube dazu. Der RC-Ausbau wird als HV Set-Up realisiert: Zwei KST DS215MG Servos für das V-Leitwerk und für die Flügelklappen vier KST DS225MG. Als Regler kommt der YGE 90 aus meiner mid-air kollidierten Surprise 3/5 zum Einsatz.

Wie inzwischen gewohnt, lieferte modellmarkt24.ch blitzschnell. Bereits am nächsten Tag standen zwei Pakete vor unserer Tür: Eins grosses mit dem originalverpackten Flieger, und ein kleines mit dem ganzen RC-Plunder. Flugs ausgepackt, begutachtet und gewogen ergab sich folgendes Bild:

Links Rechts
V-Leitwerk 50g 54g
Flügel 635g 615g
Rumpf mit Haube 331g
Flächenverbindung 93g
Zubehörbeutel 47g
Total 1.825kg
Balast für Flächenverbinder 292g

Qualität

Mein Tornado wurde wohl beim Entformen beschädigt, wie einer meiner Flügel vermuten lässt. Die Oberfläche ist in einem grösseren Bereich bei den Klappen sichtbar uneben und wurde nachträglich überspritzt. Die Nähte an der Rumpfaussenseite sind OK, aber grob. Auch bei den Flügeln ist Nacharbeit an den Nähten erforderlich und die Flügelhinterkanten sind auf der massiven Seite. Die Teile machen aber einen robusten und ansonsten insgesammt sauber verarbeiteten Eindruck. Wenn man in Betracht zieht, dass sich RCRCM mit dem Tornado preislich im Segment des Pinos von PCM oder des Orcas von Aer-O-Tec bewegt, kann man die Fertigungsqualität der Bauteile bloss als “genügend” bezeichnen.

Auch eine Bauanleitung gibt es nicht, auch nicht auf Nachfrage beim RCRCM. Mann soll sich zum Beispiel an der Anleitung zur Strega orientieren, heisst es im Gespräch. Immerhin gibt es auf der Seite von RCRCM zum Tronado ein Blatt, dass einige (für mich nicht vollständig verständliche Angaben) zu Schwerpunkt und Ruderausschlägen macht. Das ist an sich kein Weltuntergang, aber trotzdem ist es einfach ein besseres und entspannteres Gefühl, einen so teuren Flieger nach des Herstellers Konzept, Reihenfolge und Anleitung zu verharzen.

Antrieb

Der Leomotion Getriebemotor mit einer 16×13 oder alternativ mit einer 16×16 Zoll Latte, wird meinem Wirbelwind hoffentlich ordentlich Dampf machen.

Der Rumpf ist so geräumig, dass ein 4s Akku mit 5Ah problemlos hineinpassen würde. Man muss ja nicht, aber man kann, ist hier die Devise. Und gerade nach dem Bau des superschlanken Pinos ist dieses geradezu üppige Platzangebot eine Wohltat.

Es hat sich gezeigt, dass der im Shop von Modellmarkt24 zum Tornado empfohlene 38mm Spinner keine Option ist. Er würde zwar theoretisch an die Werkseitig senkrecht abgesägte Nase passen, diese weist jedoch damit weder Sturz noch Zug auf, und der Spinner fügt sich alles andere als harmonisch in die Rumpfform ein. Um sowohl aerodynamisch wie auch ästhetisch eine einigermassen vernünftige Auslegung zu bekommen, ist mindesten ein 40mm Spinner erforderlich. Noch besser passt ein 42mm Spinner. Ich habe es zwar nicht ausprobiert, aber ich würde daher meinen, dass man anstelle des teuren Getriebemotors genau so gut einen 40mm Aussenläufer einbauen könnte.

Das Anpassen des grossen 42 Millimeter Spinners kostet weniger als 5mm der Rumpflänge. Der im Lieferumfang enthaltene Motorspannt passt damit jedoch genau so wenig in den Rumpf wie an das Getriebe des Leomotion. Also war hier wieder einmal Bau in Eigenregie angesagt.

Nach bewährtem Konzept habe ich den Aussenumriss der Schnauze auf eine 1.5mm GFK Platte übertragen, die Mitte und die verschiedenen Teilkreise angezeichnet und so lange gebohrt und gefeilt, bis der Spinner bei der Anprobe mit Motor sauber an den Rumpf passte. Um den Spannt vor dem definitiven Verkleben an seiner finalen Position zu fixieren, habe ich die Einheit mit dickflüssigem Sekundenkleber an fünft Stellen gepunktet und dann mit montiertem Spinner aushärten lassen. Sofern man den Spinner und den Motor vorsichtig lösst, bleibt der Spannt an der angepasstem Stellen und lässt sich nun von vorne und hinten mit 24 h Harz und Kohlerovings (oder einfach mit thixotropiertem und eingedicktem Herz) verkleben.

Beim Motorsturz habe ich nicht gespart. Mein Resultat mit 42mm Spinner und dem steilen aber schmalen 16×16 Propeller sieht so aus:

Weiter geht es mit dem Bau des V-Leitwerks. Doch das wird ist Gegenstand eines späteren Berichts.

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A day out with the Mini Avanti S

07.06.2018

Ein Tag auf dem Flugplatz Gossau mit der Avanti und der Möbius.

Wenn du das Fliegen einmal erlebt hast, wirst du für immer auf Erden wandeln, mit deinen Augen himmelwärts gerichtet. Denn dort bist du gewesen und dort wird es dich immer wieder hinziehen.

       Leonardo da Vinci

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Puma aus dem Sack I: Flügel für die TopRC Cougar

10.05.2018

Nun, nachdem ich das erste Mal tatsächlich Düsenjet geflogen bin (dazu in einem späteren Beitrag mehr…), konnte mich natürlich nichts halten: Die ersten Bauschritte an der TopRC Cougar sind erledigt.

Jetzt, wo die Einbaukomponenten mehr oder weniger bestimmt und vollzählig angetreten waren, habe ich mich anhand der Baubeschreibung ans Werk gemacht. Die Bauanleitung, die ich auf der TopRC Homepage gefunden habe, ist stellenweise sehr ausführlich, an anderen Stellen schweigt sie sich jedoch komplett aus. Im Falle der Querruderservos wich sie von der Realität meines Bausatzes ab. Für jemanden, der einen Düsenjet baut, sollte das kein Problem darstellen, aber schade ist diese variable Qualität der Hilfestellung trotzdem.

In der Anleitung war die Rede von Holzklötzchen, welche verwendet werden sollten um die Querruderservos auf den Deckeln zu befestigen. In meinem Fall fehlten diese, dafür lagen in der Anleitung nicht erwähnte, jedoch irreführenderweise auf der falschen Seite angesenkte Aluwinkel bei. Die Nachfrage, ob anstelle der nicht vorhandenen Holzklötzchen möglicherweise diese Aluwinkel dafür gedacht seien, ergab auf auf RC-Network keine Erkenntnis. In der TopRC Facebookgruppe bekam ich jedoch postwendend Antwort: “Ja, dies sei so. Und wieso auch immer die Winkel verkehrt angesenkt seien…” Wunderbar. Also frisch, fromm, fröhlich, frei an die Arbeit:

Nach dieser Information war der Einbau der Servos und der beiligenden Ruderhörnchen simpel und problemlos. Die Winkel habe ich mit 5min Epoxy angeklebt (auch um das bei der Ansenkung fehlende Material wieder mit Klebstoff aufzufüllen) und mit M 3 Schrauben und Stoppmuttern festgeschraubt. Die gewählten Savöx TG 1258 passen perfekt.

Die Arbeit bei den Höhenflossen war ein bisschen weniger klar. Dort sind weder Schlitze für die Servohebel noch irgend eine Art von tauglicher Servobefestigung vorhanden. Auch schweigt sich die Bauanleitung dieses mal komplett über den Einbau, oder auch nur das Konzept dazu, aus. Ich habe schliesslich je zwei kleine Sperrholzblöcklein gesägt, gebohrt und mit den (sicherheitshalber getrennwachsten) Höhenruderservos verschraubt. Die ganze Kombo habe ich mit 5 Minuten Epoxy auf den Holzklötzchen ins Höhenruder geklebt.

Beim Seitenruder war die Sache wieder einfacher. Die Anleitung nimmt einem wieder wie einen Erstklässler an der Hand und das Savöx SV 1260 passt sauber in die vorgesehene Öffnung in der Flosse. Wie auf dem unteren Foto erkennbar, habe ich inzwischen auch die Alu Kugelköpfe erhalten um die Kunststoffteile, die dem Bausatz beiliegen, zu ersetzen.

Beim Bau des ganzen Leitwerks, vor allem aber bei der massiven Seitenflosse, hat sich der Eindruck gefestigt, dass da ein Happen Blei in der Nase notwendig werden wird. Wir werden sehen. Als nächstes kommt nun der Ausbau des Rumpfes, der sicher ein bisschen mehr Arbeit erfordern wird.

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Was für ein Abend

29.04.2018

Meine kleine Italienerin.

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Als die Träume noch schwarz-weiss waren…

23.04.2018

…und nach Druckerschwärze rochen.

Was da beim Aufräumen zwischen den alten Heften hervor kam :D

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Abdruck einer Sternschnuppe – wie die P-80 Form entsteht

03.03.2018

Langsam, ganz langsam gehts weiter mit meiner P-80. Die Kabinenhaubenform ist geglast und gespritzspachtelt. Von dieser werde ich später die Kabinenhauben tiefziehen. So ist der Plan. Zuvor habe ich sie aber fürs Abformen mit Plastilin und zwei Holzzapfen auf dem Rumpfrücken fixiert. Die Haube mit Rahmen und Streben wird also mit dem Rumpf mitabgeformt. Damit später bei den Rumpfrohlingen klar ist wo die Haube heraus zu trennen ist, habe ich den Capot-Rahmen mit Aluklebeband imitiert. Die Oberfläche der Haube ist damit nicht so spiegelglatt wie der Rest des Rumpfes. Es ist aber eine einfache und effiziente Methode die Streben anzudeuten und auch gleich eine praktische Gelegenheit mal diese Technik auszuprobieren. Aus Papier habe ich dazu passende Schablonen angefertigt und so lange angepasst, bis die Konturen stimmten.

Danach folgte das Einpassen des Urmodels in die Trennebenen. Aufgrund der mitangeformten Lippen der Lufteinläufe muss ich die Form zwangsweise vierteilig aufbauen. Zuerst wurde also der “erste Quadrant”, die rechte Hälfte der Nase, abgeformt. Aus einem mir unerklärlichen Grund hatte ich nur Formenharz mit bloss 15 Minuten Topfzeit zuhause. Wie gut das geklappt, hat wird sich zeigen. Auf jeden Fall ist mir der erste Ansatz im Becher tatsächlich nach gut einer Viertelstunde thermisch durchgegangen. Nach dem Entfernen der ersten Trennebene sah das Resultat aber gut aus.

Für den zweiten Quadranten, die rechte hintere Rumpfhälfte, habe ich mir aber neuen Härter mit 90 Minuten Topfzeit besorgt. Damit ging es wesentlich entspannter zur Sache. Die auf der Trennebene mit einem Pfeil markierten Fix-A-Form Gewindehülsen dienen nicht dem verschliessen der Form, sondern dem Öffnen derselben (3. Bild). Auf der Gegenseite dieser Hülsen kommen nämlich nicht die glatten Hülsen als Gegenstücke zu liegen, sondern kleine Metallplättchen. Zum Öffnen der Form können damit einfach Schrauben in diese Sacklöcher eingedreht, und die Form damit quasi “aufgestemmt” werden.

Die Trennebene liess sich gut entfernen und das Resultat sieht ganz OK aus, auch der Nasenbereich, mit dem etwas hastig aufgetragenen Formenharz. Nur beim Seitenleitwerk hat sich die Trennebene scheinbar etwas verformt und eine kleine Treppe mit dem Plastilin am Formenrand gebildet.

Es ist schon ein rechter Aufwand so eine Form für einen GFK Rumpf zu bauen. Aber es macht Spass und ich bin guter Dinge bald die ersten Probestücke aus der fertigen Form ziehen zu können! Weil Topper nicht so ganz zu frieden mit unserer Arbeit war, haben wir diese Woche noch eine neue Ladung Flächenkerne geschnitten. Er hat nun eine sauberere Dickenverteilung hineinkonstruiert als ich das getan hatte. Zudem haben wir, im Sinne eines freundlicheren Langsamflugverhaltens, die recht stark zugespitzen Flächen um zusätzliche -1.5° geschränkt. Die Schränkung beträgt nun (mit den -0.7° von der Wurzelrippe zum Ende des ersten kurzen Trapezes am Rumpf) total -2.2°.

So langsam können wir uns Gedanken zur Bemalung unserer Schnuppen machen. Orange ist bei mir wie immer hoch im Kurs. Vielleicht so etwas? Aber auch die ganz klassische silbern-rot-blaue Bemalung gefällt mir gut.

Aber immer nur her mit anderen Ideen! 😁

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Kampfflugzeugbeschaffung. Meine TopRC Cougar

17.02.2018

Winter. Während die ersten zwei Viertel der P-80-Form im Keller vor sich hin härten…

…habe ich nun endlich die Arbeit am grössten Flugzeugbeschaffungsprojekt meiner Modellfliegerlaufbahn wieder aufgenommen. Die Arbeit an der TopRC F-9F Cougar:

Nachdem ich den Bausatz und die Düse Ende letzten Frühling erhielt, mussten die armen Komponenten den Sommer in einer Ecke im Keller verbringen. Aber jetzt, wo die Kellersaison Fortschritte an allen Baufronten ermöglicht hat, solls auch mit der grossen Cougar weiter gehen. Wobei, eigentlich müsste ich ja auch bei der Neuen von der “Kleinen” sprechen: Die Turbinen- aber auch Impellerjets haben inzwischen Massstäbe erreicht, dass eigentlich erst ab gefühltem Quarter-Scale von “gross” die Rede sein kann. Aber seis drum.

Bevor ich mit dem Bau so richtig anfangen kann, müssen zuerst die restlichen Komponenten her. Was noch fehlt(e), waren die Servos, aber auch Dinge wie die RC-Stromversorgung und die Ventile für die Fahrwerkspneumatik. So habe ich die Cougar wieder aus ihrem Karton-Hangar befreit, Mass genommen und die restlichen Accessoires bestimmt, ausgesucht und bestellt.

Es folgt nun also die Auslegeordnung der Baugruppen mit ihren Komponenten:

RC Equipment

Als ich meine Jeti DC-24 erhalten habe, war klar, wo ich den 900MHz Backup-Satellit aus dem Set einmal einbauen würde… :D Als Elektroflieger habe ich in den letzten Jahren zudem die Möglichkeiten der Telemetrie schätzen gelernt. Inzwischen sind alle meine Motormodelle mit Stromsensoren oder Reglern mit eingebauter Telemetrie ausgerüstet. Es ist entspannter und sicherer jederzeit mit Kenntnis des “Füllstandes” des Akkus zu fliegen und es macht auch wesentlich mehr Spass, weil man nicht mit einer doppelt bemessenen Sicherheitsmarge landen muss. Damit kann man die eingebaute Kapazität viel besser ausnützen. Aus diesen Gründen war klar, dass ich diesen Sicherheitsfaktor auch in meinem Düsenjet haben wollte. Das ECU Modul von CB-Electronics funkt die Betriebsdaten, analog den auf der GSU verfügbaren Informationen, via Jeti Protokoll auf den Sender.

Empfänger
Jeti Duplex REX 12 Empfänger, 24g
Satelit 900Mzh
Rsat 900, 11g
Turbinen Telemetrie
ECU Protokoll Daten Konverter JJXC-EX von CB-Electronics, 37g

Total: 72g

Stromversorgung

Ich habe mich, als Kompromiss zwischen den klassischen 4.8V und variablen HV-Set-Ups mit 7.4 bis 8.4V, für eine Bordspannung von 6V entschieden. Bei der Redundanz bin ich so weit gegangen, zwei per Schottky Diode getrennte Akkus, jedoch nur mit einem Single-BEC einzubauen. Beim Thema Redundanz kann man es nach Belieben auf die Äste treiben. Ich bin der Meinung mit diesem grosszügig ausgelegten und qualitativ guten BEC eine vernünftige Lösung gefunden zu haben. Im Gegensatz zu anderen doppelten BEC-Systemen stehen mir so vor, während und nach dem Flug detaillierte telemetrische Daten zum Zustand der Bordstromversorgung zur Verfügung.

BEC
Jeti SBEC 30 D EX, 50g, 8/30A (Manual)
RC Akkus
2 x ePower EXP-V2 LiFe RX 1450-2S 6.6V (JR-Stecker, 78x30x15mm/81g)

Gewicht Stromversorgung: 212g

Servos

Bei den Servos war mir wichtig, dass sie bei vernünftigem Gewicht trotzdem allen anzunehmenden Kräften im Flug und beim Rollen gewachsen sein würden. Die eingesetzten Typen kenne ich bisher nicht und bin gespannt, ob sie meine Erwartungen an Zuverlässigkeit, Spielfreiheit und Rückstellgenauigkeit erfüllen. Beim Höhenruder – als eine der zentralsten Funktionen – überlege ich mir im Moment, ob ich je einen unterschiedlichen Typ einbauen soll. Das Risiko eines hersteller- oder serienbedingten Totalausfalls würde verkleinert, das Risiko eines hälftigen Ausfalls aus den selben Gründen dafür vergrössert. Fragen über Fragen…

QR
Max. Breite x Höhe: 40mm x 20mm
2x Savöx SA-1258TG; 52g, 96Ncm@4.8V, 120Ncm@6V
Flaps
Max Br.eite x Länge: 15mm x 36mm
2x Savöx SV-1260MG Digital HV; 40g, 80Ncm@6V, 120Ncm@7.4 V
Bugrad
Max. Breite x Länge: 15mm x 36mm
1x Savöx SV-1260MG Digital HV; 40g, 80Ncm@6V, 120Ncm@7.4 V
Höhenruder
2x KST DS145MG; 23g, 43Ncm@4.8V, 52Ncm@6.0V
oder
2x MKS HV6130H DIGITAL; 23g, 60Ncm@6V, 76Ncm@7.4V, 81Ncm@8.V
Seitenruder
Max. Breite x Länge: 15mm x 36mm
1x Savöx SV-1260MG Digital HV; 40g, 80Ncm@6V, 120Ncm@7.4 V

Gewicht Servos total: 310g

RC Komponenten Fahrwerk

Beim Fahrwerksatz von Hebu sind zwei mechanische Ventile für die Bedienung mit Servos dabei. Ich habe mich jedoch für eine elektronische Lösung entschieden. Dies auch in der Hoffnung, dass die tendenziell chronisch unzuverlässige Komponente “Einziehfahrwerk” dadurch etwas von besagter unangenehmer Eigenschaft verliert. Vom Gewicht her sind beide Lösungen mehr oder weniger äquivalent.

Bremsventil
EvoJet PRO-HV Bremsventil; 35g
Fahrweksventil
EvoJet PRO-HV Zweikreisventil; 35

Gewicht RC Komponenten Fahrwerk: 70g

Turbine

Ja, die Düse… Die meisten Leidens Freudesgenossen scheinen diesen Jet eher mit einer Turbine der 80N Klasse zu betreiben. Mit einem Startgewicht von (ich greiffe vor) um die 10kg wir das Schub/Gewichtsverhältnis um 0.6 betragen. Meine kleine elektrische Cougar fliegt mit einem Verhältnis von 0.45 ganz wunderbar. Ich übe mich da jetzt mal in Optimismus. Das wird auf unserem kleinen Flugplatz schon klappen.

Turbine P60-SE
868g
Schelle
44g
Akku mit Kabel
190g
Einlaufsieb
30g
ECU
96g
IO Board
10g
Fuelpump
81g
2x Fuel Valve
30g
Kabel ECU/Turbine 3 adrig
56g
Telefonkabel
22g/10g/17g
Fuel Schlauch
~20g
Kerosinstarter
19g

Systemgewicht Turbine: ~1500g

Fahrwerk

Über die Qualität des chinesischen Fahrwerks, das Hebu zu der Cougar anbietet, bin ich unschlüssig. Es macht keinen schlechten, aber eben auch nicht den Eindruck eines sauber gearbeiteten Qualitätserzeugnisses. Vor allem bin ich auch gespannt, wie symmetrisch sich die pneumatischen Bremsen einstellen und betreiben lassen.

Bugfahrwerk
216g
Hauptfahrwerk
448g
Drucklufttank
42g
Pneumatikschlauch
20g
Tankventil
6g

Systemgewicht mit Tankventil: ~720g

Bausatz

Zum Bausatz habe ich mich ja schon im Beitrag vom letzten Jahr kurz ausgelassen. Da wird es während und nach dem Bau sicher mehr zu berichten geben.

Rumpf
2980g
Fläche R/L
446g/466g, Total 912g
Seitenleitwerk
340g
Höhenleitwerk
205g
Tank
150g (Wasserverdrängung ca. 2.26kg)
Schubrohr
255g
Zubehör in Beuteln, Steckungen
340g

Bausatzgewicht total: 4965g

Komponentengewichte Total

Die Komponenten wiegen alle zusammen gegen 8kg.

Baugruppe Gewicht
RC: Funk & Telemetrie 75g
RC: Stromversorgung 215g
RC: Servos 310g
RC: Pneumatik 70g
Turbine 1’500g
Fahrwerk 720g
Bausatz 4’965g
Total 7’855g

Dazu kommen noch Dinge wie Schrauben, Kabel (nicht zu unterschätzen und immer wieder erstaunlich, wie viele davon in so einen Flieger passen), Klebstoffe, diverses Befestigungs- und Ausbaumaterial, der intairco iTrap 95ml Hoppertank (95g) sowie all die Dinge, die ich bis jetzt vergessen habe. Trocken dürfte die Wildkatze damit gegen die 8.5kg auf die Wage bringen. Bei einem geschätzten (Wasserverdrängungsmethode) Tankvolumen von 1.8-1.9 Litern landen wir bei ziemlich genau 10kg Take-Off Masse.

Jetzt freu ich mich auf die kommenden Bauabende und natürlich aufs Rookie Meeting im Frühling 😎

So und jetzt… Mach 1… Mach 2… Mach ich Feierabend.

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Modellfliegen im Hotel Watles

29.01.2018

Als wir vor zwei Jahren zu zweit Modellfliegerferien im Hatzis gemacht haben, dachten wir, das wäre bestimmt auch zu viert lustig. Und so kam es, dass wir Topper und seine nicht modellfliegende Freundin fragten, ob sie Lust hätten, sowas mit uns zu machen. Sie hatten und brachten auch gleich noch eine weitere Facette ins Konzept: Wenn schon, dann schon. Die Bleibe sollte nicht nur Unterkunft sein, sondern auch den gewissen Wohlfühl- und Verwöhnfaktor bieten.

Da wir anfangs Juni – also relativ früh – unterwegs waren, und für 4 Tage auch nicht all zu weit fahren wollten, fiel unsere Wahl auf das Hotel Watles im Vinschgau. Gleich hinter der Grenze gelegen, war die Anfahrt aus der Region Zürich über den Wolfgangpass, Davos, Flüelapass, Zernez, Ofenpass, Val Müstair nicht nur eine wunderschöne Dreipässefahrt, sondern auch angenehem kurz.

Im Hotel wurden wir sehr freundlich begrüsst und konnten sofort unser Panoramazimmer beziehen. Leider hat es unser Knipsomat nicht auf die Reihe gebracht, ein vernünftiges Schwenk-Panorama des Zimmers zu produzieren. Jänu. (Wen ‘s interessiert, der findet schöne 360° Aufnahmen auf der Webseite des Hotels.) Das Zimmer war im obersten Stock gelegen und sehr geräumig. Die Flieger könnte man im Skiraum einlagern, aber da wir ja genug Platz im Zimmer hatten, haben wir uns das erspart. Auch sonst hat das Hotel einiges zu bieten. Die im ganzen Haus verteilte Ausstellung von alten Gefährten und vor allem historischen Schreib- und Druckmaschinen lockt zu einem interessanten Rundgang.

Das Wetter war während unseres Aufenthaltes leider durchzogen. Sobald die Sonne zwischen den Wolken durchscheinen konnte, funktionierte aber der Haushang wunderbar. Und weil dieser gleich neben dem Hotel liegt, war es auch kein Problem, den Nebel gemütlich aus dem Bad oder der Sauna zu beobachten, um dann beim Aufklaren die bereitliegende Fliegerei zu packen und loszulegen. Dank dem grossen und schön gestalteten Saunabereich war es auch kein grosser Verlust, dass das Wetter einen grossen Teil der Zeit nicht recht mitgespielt hat. Dann haben wir halt eben geschwitzt, gelesen und beim schaukeln in den Hängesesseln vom Fliegen geträumt ;)

Fliegerisch Funktioniert alles, was man auf schrägen oder kurzen ebenen Hängen landen kann. Zwecksegler bis 4 Meter sind kein Problem. Ein Elektromotor schadet natürlich nie. Auch im Watles nicht, wo die Aussenlademöglichkeiten entweder 50m unterhalb des Startplatzes oder dann ganz unten im Tal, 700 Höhenmeter tiefer, wieder gegeben sind.

Ein paar Fliegerbilder hats natürlich trotzdem gegeben. Und eigentlich sind ja wolkenlose Himmel todlangweilig.

 

Auch das Essen (wobei wir besonders das Abendessen gerne zu viert bei einer feinen Flasche Wein ausgiebig zelebreit haben) und das freundliche Personal haben uns überzeugt. Wir freuen uns schon auf die diesjährige Ausgabe unserer vierer-Modellflugferien. Sie geht – tataaa – wieder ins Watles.

Und: Nein. Wir sind leider nicht von Jeti gesponsert. Und vom Watles übrigens auch nicht ;)

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Pino – Aufbau des 2.5m Carbon Elektroseglers

14.01.2018

Schon seit anno domini 2015 ergänzt ein Höllein Climaxx Evo meinen Flugzeugpark. Zeitweise war er geradezu der dominierende Elektrosegler aus meiner Flotte. Das Ding fliegt echt gut und es ist mir ein Rätsel, weshalb ihn der Herr Höllein nicht mehr herstellt und vertreibt. Einzig die fehlende Festigkeit um auch mal etwas mehr Gas geben zu können trübte das ansonsten formidable Flugvergnügen. Längerfristig musste in dieser Hinsicht Abhilfe geschaffen werden.

Ende August 2017 entdeckte ich dann den Pino von pcm. Ich weiss nicht mehr wie ich genau auf diesen Flieger gekommen bin, aber er schien mir genau die Eigenschaften die ich am Climax Evo so mag mit der gesuchten “Vollgassfestigkeit” zu kombinieren: Die moderate Grösse, Climaxxs erstaunliche Wendigkeit und Agilität, seine Thermikempfindlichkeit, Flugstabilität sowie die Möglichkeit zur Elektromotorisierung.

Im Shop von Modellmarkt24, einem Importeur aus dem Berneroberland, fand ich dann das Objekt der Begierde lagernd. Nach einer Woche durchbeissen wurde ich schliesslich schwach und bestellte bei der mir bis dato noch unbekannten Firma. Die Lieferung erfolgte postwendend; Bald schon konnte ich die einzelnen Komponenten begutachten. Die Bauteile und das Zubehör sind von einwandfreier Qualität.

Das Gewicht der Komponenten meiner Elektroversion in der “Medium”-Bauweise:

Links Rechts
Höhenleitwerk 13g 13g
Flügel 384g 377g
Rumpf mit Haube 216g
Kohlesteckung 43g
Zubehörbeutel 131g
Total 1.177kg
Balast 1x218g, 2x 105g

Als Antrieb bestellte ich den empfohlenen Schambeck Powerline-micro 1025 F5J mit Getriebe, schmale 16×8.5 Zoll Löffel und den passenden, versetzten 28mm CFK Spinner aus dem Hause Freudenthaler. Als Servos kamen ebenfalls die empfohlenen KST X08 für Seite und Höhe, sowie die KST DS135 MG mit MKS Servorahmen DS6125 für Querruder und Wölbklappen zum Einsatz. Es lohnt sich, vor allem bei den Servos die im Rumpf zu liegen kommen, auf die empfohlenen Typen zurück zu greifen! Damit können die beiliegenden, gefrästen Holzeite verwendet werden und die ganze Chose passt (wenn auch mit viel Fummelei) in die schlanke Kohleröhre.

Der Aufbau erfolgte nach Anleitung und ist aufgrund der sehr engen Verhältnissen im Rumpf zwar teilweise eine arge Fummelei, aber kein Hexenwerk. Die Servorahmen für die Tragflächenservos habe ich, wie empfohlen, mit angeschraubten Servos mit fünf Minuten Epoxy eingeklebt. Damit das Servo nicht mit angeklebt wurde, habe ich es mit einer zwischengelegten, kurz getrennwachsten, PE Folie geschützt.

Insgesamt mühsam und fehleranfällig gestaltete sich bei mir der Einbau und Umgang mit dem Steck-, oder besser, dem Kontaktsystem für die Flächenservos: Der Hersteller sieht – durchaus clever und innovativ – den Einbau von Kontakt-Plättchen und -Federn in Rumpf und Flügel vor.

Ich verbriet jedoch zwei Servos, weil ich vermutlich beim Testen die Plättchen um eine oder mehrere “Positionen” verschoben und so die Servoleitungen kurzzeitig natürlich “vertauscht” habe. Weiter habe ich es trotz aller Vorsicht geschafft, dass beide Signalkontakte der Plättchen im Rumpf offenbar genügend gut durch die Kohlefaser des Rumpfes “geerdet” wurden und die Servos keinen Wank taten. Nach ratlosem Fehlersuchen und dem Gebrauch einer mittleren Anzahl verschiedener Kraftausdrücke funktioniert jetzt aber alles. Bis jetzt fehlerfrei.

Fairerweise muss ich erwähnen, dass in der Anleitung explizit darauf hingewiesen wird, dass wer sich mit diesem System nicht wohl fühlt, doch bitte ein Stecksystem nach eigenem Geschmack verwenden soll. Ich wollte dem neuen Konzept eine Chance geben, war aber während der ganzen Fehlersucherei mehrmals versucht auf althergebrachte Stecker auszuweichen. Am meisten motiviert darauf zu verzichten hat mich schlussendlich der zur Verfügung stehende Platz: Klassische Stecker für vier Servos unter zu bringen hätte möglicherweise ein noch viel grösseres Gefrickel ergeben.

Die KST X08 Servos für das Seiten- und Höhenruder passen saugend in eine CNC gefräste Konstruktion aus ein paar Sperrholzteilen und Zahnstochern. Aufgebaut wird das Ganze auf einem Servobrettchen, welches in den Rumpf unter den Flügel geschoben wird. Damit das Servobrett später ein- und wieder ausgebaut werden kann (falls mal was kaputt gehen sollte) ist eine Holzleiste einzukleben, auf welcher das Brettchen in seiner Einbauposition mit drei Schauben festgeschraubt wird. Geklebt habe ich dies mit eingedicktem 30 Minuten Epoxy. Damit das Servobrett nicht mit angeklebt wird, habe ich es mit Tesa und etwas Trennwachs abgetrennt.

Das Seitenruderservo bedient das Ruder über einen bereits eingezogenen Federstahldraht, den es an beiden Enden an der richtigen Stelle abzuknicken gilt. Ich hatte Glück und habe die Stellen genau getroffen, so dass das Servo und Ruder von selbst genau in Neutralposition stehen.

Das Höhenruder wird über einen Glas-Bowdenzug bedient. Entsprechend benötigt es an dieser Stelle einen Gabelkopf, der die Verbindung zwischen Servohebel und Zug herstellt. Wie jedoch der Glasfaser-Bowdenzug mit dem beiliegenden Gabelkopf verbunden werden soll, darüber schweigt sich die Anleitung aus. Am Liebsten wäre mir eine Gewindehülse analog zur Lösung beim Orca gewesen. Leider war keine dabei und mein Lager hielt auch keine mit passendem Durchmesser bereit. Aber auch falls ich eine solche gehabt hätte: Der Platz, beziehungsweise die Öffnung im Rumpf, hätte nicht gereicht um den GFK Stab genügend abzulängen und eine Gewindehülse einzubauen. Schlussendlich habe ich den Gabelkopf einfach mit dickflüssigem Sekundenkleber und Aktivator nach Augenmass auf den Bowdenzug genagelt. Allerdings hatte ich dabei etwas weniger Glück. Das Höhenruder befindet sich bei neutralem Servohebel nicht ganz mittig. Dazu kommt, dass das Höhenruder mit dem in der Anleitung angegebenen Ruderhebel einen eher knappen Ausschlag besitzt. Wie gut das passt und ob ich da nochmals über die Bücher muss, wird der kommende Sommer zeigen.

An dieser Stelle muss ich jetzt aber auch mal ein dickes Lob an PCM einschieben: Sie geben für alle Servos nicht nur die Hebellänge an, sondern auch welches der verschiedenen Hebelchen man dazu verwenden soll. Nicht nur bei diesen engen und engsten Verhältnissen im Rumpf ist das enorm wertvoll und gibt einem beim Bau ein gewisses Gefühl der Sicherheit, sondern auch bei den Flügelservos ist es einfach viel angenehmer zu wissen, dass die Ausschläge damit (hoffentlich) passen werden.

Vom entsprechenden Thread im RC-Network war mir die Enge des Rumpfes, und damit die eher kleine mögliche Akkugrösse, die eingebaut werden kann, bekannt. 1000 mAh ist das Übliche was die Modellflieger da so rein zu bringen scheinen. 1Ah  zusammen mit 30 bis über 100g Blei [1, 2]. Das wollte ich vermeiden und fand einen 118g schweren 1.5Ah Akku (eflight epower 45C), der von den Massen her eigentlich passen müsste. Auf gut Glück bestellt, passte beim Probesitzen alles. Im Rumpf nehmen nun in folgender Reihenfolge Platz:

Motor Schambeck 1025, 1.5Ah Akku, YGE 60 Regler, Jeti 8 Kanal Empfänger, zwei KST X08 Servos

Um den Schwerpunkt gemäss Anleitung zu erreichen, sind für die ersten Flüge zusätzlich noch 20g Blei gleich hinter dem Motor verbaut, womit das Startgewicht 1575g beträgt.

So ausgerüstet, und mit Ruderausschlägen ungefähr gemäss den Angaben aus der Anleitung, ging es – quasi als letzte Amtshandlung des Jahes 2017 – am 31.12. zum Erstflug. Was dabei heraus gekommen ist, davon berichte ich später. Aber die Erstflugfresse sieht doch viel versprechend aus. Oder nicht? :-)

 

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Fliegerblätter

20.11.2017

Trotzdem ich in der Rubrik “Jeti Model” festhalte, wie ich meine Flieger programmiere, fehlt mir im Frühling regelmässig (nebst der Übung) die Information, wie ich wo, was programmiert habe und auf was ich bei diesem Flieger speziell achten muss.

Hat der (bereits) eine Taxi-Flugphase? Wenn ja, wo liegt sie? Ist die nun aktiv wenn der Schalter oben oder unten ist? Oh, ich bin den ganzen Flug mit halben Ausschlägen geflogen. *Zapfdingbats* richtig, bei diesem Flieger muss ich vor dem Flug immer Prüfen ob das Fahrwerk sauber ein- und auch wieder ausfährt….

Aus diesem Grund habe ich angefangen “Fliegerblätter” für meine Flieger zu schreiben. Die halbe Miete (und auch der halbe Platz auf dem Blatt) ist die Belegung der Fernsteuerung: Wo sind die Funktionen und und welche Position bedeutet was. Die andere Hälfte steht für Notizen und ungeliebte Checklisten zur Verfügung. Man muss es ja nicht übertreiben, aber bei einigen meiner Flieger gibt es wirklich Dinge, die ich zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt tun muss. Zum Beispiel damit das Fahrwerk für die Landung dann auch zu Drei Dritteln raus kommt…

Wer so was ähnliches auch will, der kann die Vorlagen hier herunter laden:

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Jeti: Programmieren eines Jets mit Flugphasen

11.11.2017

Die Mini Avanti S fliegt inzwischen und macht grosse Freude dabei. Doch zuerst will ich aber über einen anderen wichtigen Aspekt berichten: Dem Programmieren des Fliegers mit der Jeti Steuerung. Zum ersten Mal habe ich bei einem Jet konsequent versucht Flugphasen einzusetzen. Was ich dabei alles gelernt habe, und was mein aktueller Stand der Erleuchtung in Bezug auf Programmierung (m)einer Jeti Steuerung ist, kann im technischen Bereich unter Programmieren eines Jets mit Flugphasen nachgelesen werden.

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Mit dem Puma Unterwegs

04.11.2017

Am letzten Mittwoch habe ich meiner kleinen Berglöwin die Möbius Kamera an die rechte Flügelspitze geklebt und für einen Flug mitreiten lassen. Obwohl recht klein, hat die Kamera die Flugeigenschaften doch merklich beeinträchtigt, so dass sie nicht nur ein bisschen gierte, sondern auch ein geschwindigkeitsabhängiges Rollmoment entwickelte. Auch das ansonsten Absolut unkritische Abrissverhalten wich einer leichten Tip-Stall Tendenz zur rechten Seite, wie man trotz der vorsichtshalber viel zu schnell geflogenen Landung (wie auch beim Start) sehen kann.

Ich werde im Winter bei der Revision versuchen eine bessere Lösung für die Kamerahalterung in die Flügelspitze einzubauen. Die Aufnahmen aus dieser Perspektive wecken Versuchung nach mehr und besserem Videomaterial :D

Für die Zwischenzeit habe ich versucht aus den knapp 5 Minuten Flugvideo das beste als “Demo” heraus zuholen. Viel Vergnügen :)

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Jets over Gossau

22.10.2017

Es war wieder einmal Zeit für einen herbstlichen Jetflugtag von Topper und Mailman. Am letzten Sonntag haben wir uns mit unseren kaltluftgetriebenen Fliegern auf dem Flugplatz Gossau eingefunden um die 85×6 Meter Piste für die kleinen flinken Schaum- und GFK Stücke zu nützen. Auch Mari war mit ihrem ZoomZoom zum Landetraining (und je länger je mehr zum allgemeinen rumsauen) mit dabei. Zwei Erstflüge standen an: Sturzis Sea Vixen, mit einem Wemotec Mini-Fan Kampfwertgesteigert, absolvierte ihren mit Erfolg. Bei meiner Avanti, der zweiten im Bunde, habe ich aber leider beim Aufbau durch falsches Einstecken der Radbremsen den Regler ins Nirvana geschickt. Nachdem ich den Ärger als Mental-Training verbucht und verarbeitet hatte, wurde aus dem als Fluchtag gestarteten doch noch unser angestrebter wunderbarer Herbst-Jet-Flugtag :)

         

Bilder: Mari & Mailman

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Die Gossauer Segeglflugtage in den Fideriser Heubergen, Ausgabe 2017

17.09.2017

Wie bereits im Jahr zuvor, sind wir auch heuer wieder Anfang Juni für ein Wochenende in die Bündner Berge gefahren. Ich fasse mich mit meinem Bericht von diesem Jahr kurz. Wer sich für das Gebiet und die Unterkunft interessiert, der lese doch den Bericht vom letzten Jahr oder besuche die Webseite der Heuberge.

Auch dieses Jahr war das Wetter nicht immer nur eitel Sonnenschein, aber insgesamt doch einiges besser als 2016. Erneut ist “unser” Wochenende in den Heubergen mit dem der MG Uster zusammengefallen, weshalb an der Hangkannte zwischendurch recht buntes Treiben herrschte. Manchen war das zu viel und leider gab es auch Verluste bei mindestens zwei Zusammenstössen.

Natürlich haben ich und Mari uns auch bei dieser Gelegenheit mit Serienbildern versucht.

Das Fliegen und Diskutieren mit den Club-Kollegen hat viel Spass gemacht. Wer weiss, vielleicht wiederholen wir das wieder einmal :)

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Avanti, Avanti!

12.09.2017

Meine Me-262 ist ein toller Einsteiger-Jet. Ich bin geneigt zu sagen, sie sei eine der besten und wohlamortisiertesten Investitionen in meinem Modellfliegerleben. Sie hat ein tolles Flugbild und trotzdem die Flugeigenschaften eines gutmütigen Trainers. Bei meinem langsamen Vorbeiflügen wurde sie auch schon als Elektrosegler bezeichnet. Die TB Models Cougar fliegt sich trotz der kleinen Grösse bereits ganz anders. Sie gibt sich als ausgewachsene Jet-Dame, braucht Geschwindigkeit und die vollen 80 Meter Piste zum Starten und vor allem zum Landen. Sie will grossräumig und vorausschauend geflogen werden. Dafür glänzt sie nicht nur mit dem passenden Jet-Sound, sondern auch mit einem bestechenden Flugbild.

Ein weiterer Zwischenschritt vor der Düsencougar aber, so dachte ich, würde mir zusätzliche Einsicht in die Jetfliegerei geben. Oder mindestens bestätigen, dass ich nun grundsätzlich erfasst habe, um was es dabei geht. Nicht all zu gross, nochmals ein 90er Föhn, und mit sämtlichen Funktionen, die meine grosse Cougar haben wird. Das waren die Anforderungen. Meine Wahl fiel auf die Mini Avanti S von Sebart mit einem Jetfan 90/Leomotion 4038-1500 an 8s5Ah (die beiden Me-262 Akkus in Serie), zusätzlich erweitert um ein bremsbares Hauptfahrwerk.

Nachdem Urs Leodolter den Motor gewickelt hatte, konnte ich das Paket am nächsten Tag abholen. Im aufgeräumten Karton vorbildlich ein- und verpackt, fanden sich die recht sauber gearbeiteten Einzelteile des Fliegers:

Links Rechts
Höhenleitwerk 48g 40g
Flügel 287g 295g
Rumpf + Seitenruder + Kohlesteckungen 1218g + 17g + 30g
Schubrohr 57g
Cockpit 34g
Zubehörbeutel 38g
Total 2.1kg
Jetfan 90 mit Leomotion 4038-1500 495g
Regler (Jeti Mezon 130L) 142g
Total 0.64kg

Das erwähnte Fahrwerk steuerte EffluxRC mit den elektrisch bremsbaren 50mm JP-Hobby Rädern bei. Das bedeutet zwar  ein deutliches Mehrgewicht von 150g, ermöglicht es mir aber, mich mit dem Handling dieser neuen Funktion vertraut zu machen.

Als Servos kommen bis aufs Seitenruder überall HS-5085MG (22g, ~40Ncm @ 5.5V) zum Einsatz. Dieses Servo passt von der Länge her tiptop in die vorbereiteten Servo-Ausschnitte und -Schächte. Nur beim Seitenruder habe ich aufgrund der Grösse des Ausschnittes das wesentlich kleinere Savöx SH-0263MG (15g, ~20Ncm @ 5.5V) vorgesehen. Die Servos ohne Kabelverlängerungen wiegen nochmals 150g. Zusammen mit den ca. 1.1kg Akku werden wir schlussendlich vermutlich bei einem Startgewicht von um die 4.2kg landen.

Bis es so weit ist, gibt es aber noch die eine oder andere Bastelstunde. Bis dann, schöne Italienerin :)

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Mit dem Modellfliegerbüssli durch Hochsavoyen

27.08.2017

Es wird mal wieder Zeit. Zeit, mich hin zu setzen, und nicht nur Elektronen durch Servo- und Impeller- und anderweitige Motoren zu jagen, sondern auch mal wieder zu schreiben, was ich in Gedanken zwischen den Flügen eigentlich schon drei mal zu Tastatur gebracht habe.

Also: Ende Juli haben Topper und ich wieder mal Büssliferien gemacht. Dieses mal aber nicht einfach um der Ferien willen, sondern mit dem expliziten Ziel, in den Bergen Modell zu fliegen. Was liegt da näher, als ein Abstecher in die Französischen Hautes Alpes? Das Wetter passte, und mit vielen Ideen, aber ohne konkreten Plan, machten wir uns eines Sonntags auf in die Nacht und in Richtung Genf. Was in diesen sieben Tagen heraus gekommen ist, lässt sich eigentlich recht effizient in diesem Bild zusammenfassen:

Und eigentlich will ich auch gar keinen detaillierten Reisebericht in Romanform schreiben. Natürlich kann ich es trotzdem nicht ganz sein lassen. Aber ich versuche mal Bilder mit ein paar wenigen Worten sprechen zu lassen. Mal sehen ob mir das gelingt.

Sonntag, 16.7. – Die Packerei

Mit insgesamt elf Fliegern verteilt auf die Lade Schlaffläche und eine extra angeschaffte Dachbox geht’s am Sonntag Abend los. Leaving Switzerland heading SW.

Montag, 17.7. – Fliegen im Saléve

Trotz einem des Nächtens willkürlich ins Weisse gesetzten Punkt auf dem Navi gelingt uns die Ziellandung, und wir erwachen am Morgen bei bestem Wetter mitten in unseren Modellfliegerferien :D

Gleich nach dem ersten Kaffee starteten wir, wohl noch vor elf Uhr, in die an der Südostflanke vermutete Thermik und lagen damit goldrichtig. Im Minutenschnelle und -takt stiegen wir auf zwei-, dreihundert Meter und heizten die Höhe erfreut wieder ab. Auf der eigentlich fürs Modellfliegen bekannten Nachmittagsseite gings dann bedeutend gemächlicher zu und her. Hier mussten wir zwischendurch geradezu arbeiten um oben zu bleiben. Auch Überhöhungen waren nun nicht mehr so einfach möglich. Dafür gabs ein bisschen Gesellschaft von einem anderen Modellflieger und vielen bemannten Stofffetzen.

Des späteren Nachmittags machten wir uns zum Einkaufen auf den Weg in Richtung Annecy, um dann den Col du Joly anzusteuern. Der Dorfbrunnen von La Muraz war zwar sauwarm, aber es hat trotzdem gut getan, die verschwitzten Glieder etwas abzuspülen. Spät nachts, nachdem wir mit Sturzis T3 eine gute Stunde den Berg hochgeschnabelt waren, empfing uns dann die majestätische Aussicht vom Col du Joly auf das Mont Blanc Massiv. Leider hatte ich das Stativ für die Kamera zu Hause vergessen, aber hey, so konnte ich endlich mal testen, was es mit den hohen möglichen ISO Werten meiner neuen Kamera so auf sich hat:

Wir brieten unsere Forellen und schliefen in freudiger Erwartung ein…

Dienstag, 18.7.2017 – Col du Joly

So begrüsste uns dieser 2000m Pass des nächsten Morgens (scheint übrigens so eine Modellfliegerpassnaturkonstannte zu sein: Die meisten unserer Pässe in diesen Ferien waren so hoch.). Das gefiel uns. Und während Topper seinen neusten Neuzugang, den wunderschönen orangen Dingo auswog, machte ich mich links und rechts ans Auskundschaften der Passflanken. Wir entschieden uns dann für den nördlichen Grat in seiner westlichen Ausrichtung (bitte alle aufstehen, die mir folgen konnten).

Nach ausgiebiger Fliegerei sind wir am späteren Nachmittag für eine Zwischenverpflegung und zum Beraten des weiteren Vorgehens zum Büssli abgestiegen.

Bei der Stärkung in herrlichstem Wetter sowie einer netten Unterhaltung mit einem holländischen T1- und Volkswagenfreak, haben wir uns entschieden, den Rest des späten Nachmittags auf der nahen Kuppe gleich neben unserem Büssliplatz zu verbringen. Der Wind frischte nämlich auf und wir packten unsere Hangboliden und deren Ballast aus. Für mich hiess das Caldera S mit Ballast (jedoch noch mit dem Kohle- und nicht in der ganz schweren Version, mit dem Stahlverbinder) während Sturzi den Pace mit seinem inzwischen viel kopierten Folierschema parat machte. Ohne viel Überwindung aufbringen zu müssen, schoben wir unsere Hangklötze in den Wind und konnten loslegen :D Wenig später tauchte unser Büsslikumpane zum Zuschauen auf, und er wusste praktischerweise auch, wie man meine Kamera bedient. Es gibt nun also zur Abwechslung mal Fotos von Topper und Mailman zugleich :)

Der Hang, der Wind, das Wetter und die Gesamtstimmung waren einfach genau richtig. Für über eine Stunde tobten wir uns aus, wobei die Kurven rechts herum die spektakuläreren, die Links herum aber die schnelleren waren. Nur zu gerne wären wir noch eine Nacht auf dem Joly geblieben. Aber unser Wasservorrat zwang uns zur Weiterreise. So, wie wir Tags zuvor hochgeschnabbelt sind, zitterten wir mit den braven weiss-roten Büssli auch wieder runter, gegen Grenoble zu.

Mittwoch, 19.7.2017 – Die Odysee nach Valbonnais

Nachtquartier haben wir zu später Stunde, nach einer privaten Tour-des-Lacs (einmal um die drei Seen rum), in Laffrey gefunden. Passend dazu erwies uns die Tour de France am nächsten Morgen mit einer Etappe von la Mure nach Serre Chevalier die Ehre. Die Strecke, die wir mit dem T3 in den nächsten zwei Tagen machen würden, befuhren die tapferen Bizyklisten mit ihren Carbondopingkutschen. Beim anliegenden Südwind war unser Ziel der Col de Faïsses. Auf Umwegen erreichten wir den Fuss des in wunderbarster Landschaft eingebeteten Passes. Frohgemutes machten wir uns mit dem Büssli auf der relativ guten Schotterpiste auf den Weg, die 1000 Höhenmeter zu nehmen. Kurz vor dem Ziel, in einer Steilen Kehre, wars dann aber doch zu viel des Spulens. Wir kehrten um und beschlossen, unser Glück anderweitig zu suchen.

Südwind. In dieser Region. Und nicht Col de Faïsses. Schwierig. Die weiteren Hänge die wir (bzw. Topper) kannten, waren – Geographisch einleuchtend – westlich ausgerichtet. Noja, ausprobieren konnte man es ja. Zum Beispiel mit dem Corps. So schlötterleten wir also mit dem T3 durch Coprs den Col de Parquetout hoch.

Col de Parquetout, Links des Colombier Die Aussicht vom Col de Parquetout in richtung Valbonnais Parkiert am Colombier und auf dem Weg zum Fliegen

Dem Südwind geschuldet, war am offiziell bekannten Platz nix mit fliegen. Wacker liefen die zwei Modellflugadikten jedoch weiter Richtung Süden, in der Annahme, dass der Berg dann schon mal eine Kuppe nach Süden ausbilden würde. Dem war tatsächlich so und nach anderthalb Stunden Fussmarsch fanden wir ein wunderschönes Plätzchen auf der südlich ausgerichteten Kante des Berges. Das Panorama war atemberaubend, die Fliegerei leider weniger. Es trug zwar zwischendurch ganz okay, aber auch immer wieder gar nicht bis überhauptgarnicht. Beide haben wir dort zwei kurze Flüge gemacht wobei die wohl besten (Serien-)Bilder unserer Ferien entstanden sind.

Nach vielen Kilometern mit dem Büssli und für einmal etwas weniger Flugzeit, haben wir uns schliesslich zur Mitte der Woche in Valbonnais auf dem Campingplatz einquartiert. Die Dusche lockte uns genau so wie die Aussicht auf Internet, um das Wetter wieder einmal zu prüfen und die weitere Reise zu planen.

Donnerstag, 20.7.2017 – Col du Glandon

Die Hälfte unserer Ferien vorbei, verschlechterte sich auch das Wetter. Es blieb grundsätzlich eine südwestliche Wetterlage, jedoch besonders in den Savoyischen Hochalpen mit früher Überentwicklung. Für diese Wetterlage gab es unserer Meinung nach in der Region nicht viel Gescheites, und weiter nach Süden wollten wir aufgrund der Ferienhalbzeit nicht. Die Berg- und Talwindsysteme würden wohl bei genügend ausgeprägten Tälern funktionieren, mutmassten wir ich (Anm. Topper), und beschlossen den auf dem Nachhauseweg liegenden Col du Glandon anzusteuern. Die nicht unerhebliche Strecke auf den Spuren der Tour de France konnten wir bei bestem Wetter befahren. Kaum angekommen, kippte das selbe jedoch. Dicke Wolken schoben sich zwischen die Berge und die Sonne und bauten eine bedrohliche Kulisse auf. Einmal mehr zeigte sich, dass schlechte Bedingungen durchaus tolle Fotos ergeben. Es war teilweise richtig mystisch…

Insgesamt fasst jedoch dieser Schafbock, 50m entfernt des Startplatzes, das Flugwetter an diesem Tag treffend zusammen:

Freitag, 21.7.2017 – via Col de la Madeleine zur Col de la Forclaz

Die Wetterentwicklung liess weiter frühe Überentwicklungen feuchtwarmer Luftmassen aus Westen und Gewitter erwarten. Schlechte Aussichten, wenn man in der ersten Reihe, sprich am ersten Alpenkamm steht. Wir beschlossen daher, unsere Rückkehr zu beschleunigen und eine Flucht ins Wallis als Option offen zu halten. Im Wallis sorgen die vorgelagerten französischen Alpen bereits für eine erste Abtrocknung der Luft, so dass wir hoffentlich noch etwas besseres und trockeneres Wetter haben würden. Unterwegs würden wirs aber trotzdem noch am Col de la Madeleine versuchen – die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Und sie ist gestorben. Für die je 5 Minuten fliegen und die halbe Stunde Fussmarsch bekamen wir zwei regenfrisch geputze Flieger. Aber immerhin von einem der Pass-Restaurants frisch gestärkt, machten wir uns nun auf die vorbereitete Flucht in die zweite Reihe der Walliser Berge.

Samstag, 22.7.2017 – Gebidempass

Nach dem Aufstehen auf der Schweizer Seite der Forclaz lachte uns die Sonne entgegen (Der Topper lachte auch. Nur nicht auf diesem frühmorgendlichen Bild). Der Gebidempass sollte es heute sein. Lange ist’s her, seit ich da oben gestanden bin, mit viel zu leichten Fliegern. Dieses mal wird es passen, da war ich mir sicher. Nach gemütlicher Fahrerei erreichten wir Visperterminen. Wir liessen den Heida im Keller liegen und fuhren die gebührenpflichtige Strasse hoch ins Giw.

Jetzt wollte ich es nochmals wissen. Die letzten 250 Höhenmeter schleppte ich nicht nur den Orca, die Baghira und den Solution hoch, nein, auch die ASW 24 kam mit. Es war mein erklärter Wunsch, das Kind endlich mal in den Bergen zu fliegen. Um’s gleich zu sagen: Ich bin sie nicht geflogen; Die Bedingungen haben nicht gereicht. Dafür Flog der Orca wieder. Der Orca ist ja sowieso so ein bisschen der heimliche Shooting Star dieser Ferien. In seiner Eigenschaft als einziger Elektrosegler, den ich dabei hatte, bot er jederzeit die nötige Sicherheit, aber auch die Allroundtauglichkeit, um in den meisten Situationen zu fliegen und dabei Spass zu machen.


Das “Obenbleiben” war zwar nicht ganz so dubelisicher wie an anderen Tagen in diesen Ferien, aber vielleicht machte es gerade deshalb Spass. Mit der Zeit wusste man, wo’s rauf gehen könnte, und mit etwas Mut, um diese Punkte weit im Tal draussen anzufliegen, klappte das auch mit der unmotorisierten Baghira recht zuverlässig. Wer die Westflanke befliegt, muss aber wahrlich kein Frühaufsteher sein. Der Hang beginnt thermisch erst spät zu funktionieren. Ab zwei Uhr kann mans probieren, ab drei Uhr gehts wohl, und gegen Vier klappts dann auch zuverlässig.

Wir beschlossen, unsere letzte Nacht im Giw zu verbringen und, je nach Wetter, unser Glück morgens vor der Heimreise nochmals zu versuchen. Wieder im Giw unten angekommen, gönnten wir uns zuerst bei den äusserst freundlichen einheimischen Damen im Restaurant zwei Biere. Danach reichte es gerade noch, unsere Gourmetspaghetti zu kochen und zu verschlingen, bevor uns das Abendgewitter erreichte. Zufrieden verbrachten wir den Abend im Büssli bei Wein und vorrätigen Fliegerdokus auf dem Notebook :) (zB. mit Kurt Schaad und einem Vämpi quer oder längs durch die Schweiz)

Sonntag, 23.7.2017 – Nach Hause

Für den letzten Tag schenkte ich mir das Schleppen der ASW. Ich würde sie diese Ferien nicht mehr fliegen. Damit hatte ich mich abgefunden. Dafür flog noch einmal alles was einen Elektromotor hatte: Die Orca, Sturzis Wandervorgel und seine Alpina. Auch unsere gemütlichen Kompagnons aus Österreich und Deutschland vom letzten Tag waren wieder dabei. Noch einmal zeigte sich das Wetter mit angenehmem Blau und durchaus fliegbaren Bedingungen, bevor wir uns ein letztes Mal auf den Weg machten…

Via Lötschberg, Bern gings zurück nach Zürich. Erfüllt, glücklich und zufrieden – auch über die nun greifbar nahe Dusche :D

Das machen wir wieder!

 

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Nummer 9 fliegt

26.05.2017

Am Dienstg vor einer Woche wars so weit. Die Cougar von TB Models (früher auch mal eine Zeit lang als “Easytiger Models” bekannt) ist zu ihrem Jungfernflug gestartet. Zuvor hatte die Schubmessung mit der Küchenwage ernüchternde 1.7-1.8kg Standschub und einen Höllenlärm ergeben. 2.8kg könnte der Föhn gemäss Wemotec leisten. Das es weniger sein würde war mir klar. Aber gleich so viel? Ob das beim ansehnlichen Startgewicht von 3.6kg gut geht? Reicht die Piste? Und falls ich von der Piste wegkomme, wird das ein Leiden bei Vollgas kurz vor dem Strömungsabriss? Ich konnte mir im Prinzip drei Hauptszenarien für den Erstflug vorstellen (also, neben dem 4. Szenario, dass doch alles ganz gut klappt…):

  1. Die Wildkatze schafft es bis zum Pistenende gar nicht genügend zu beschleunigen und rollt ins Grüne.
  2. Sie schafft es knapp abzuheben, hat aber ausserhalb des Bodeneffektes nicht genügend Speed um sauber zu fliegen. Sie macht in 1-2m Höhe eine halbe Rolle und beisst ins Gras.
  3. Sie fliegt. Aufgrund des fehlenden Schubes aber ständig am Limit, was sie dann beim Landeanflug das Leben kostet.

Weitere Unsicherheitsfaktoren waren zudem der unbekannte Schwerpunkt und Ruderausschläge. Ich hatte mich also geistig “gut” auf ein mögliches Scheitern vorbereitet und lud den Jet zusammen mit der Frau am besagten letzten Dienstag Feierabend ins Auto (Also die Frau und ich luden den Jet ins Auto). Vor dem möglichen Start schossen wir die obligaten Fotos vor der Defloration der kleinen Orange:

Um die Tagesform zu prüfen und den Kopf in den Flugmodus zu bringen, drehte ich zuerst ein paar Runden mit der Me. Wenn danach Rollversuche mit der Cougar eine Aussicht auf genügend Geschwindigkeit ergäben, dann würde ich den Start versuchen. Was als Erstes auffiel, ist der ungeheuer angenehme Sound. Kein durchdringendes *Müüüüüüüüüü* mehr wie bei der Me, sondern nur ein “erwachsenes” Rauschen (bei Nicht-Vollgas…) des Luftstrahls. Ruder und Geradeauslauf geprüft, gab ich Vollgas und liess den Flieger die halbe Piste hinunter beschleunigen um ihn dann wieder auslaufen zu lassen. Das würde reichen, war ich der Meinung. Also, Flieger wieder zurückgerollt, nochmals die wichtigsten Handgriffe und Reflexe vergegenwärtigt und dann Vollgass, dieses mal zum Zwecke des Starts.

Der Erstflug

Sie lärmte mit dem inzwischen bekannten Fauchen, das im Stand durchaus ohrenbetäubend ist, los. Ich liess die Cougar die ganze Länge der Piste ausnützen und zog gegen Pistenende so lange zunehmend am Höhenruder, bis sie sich vom Boden löste. Problemlos, flach und sauber stieg sie weg, während ich mich bemühte das Fahrwerk einzufahren. Es folgte die erste grosse und flache Kurve in der ich die Leistung reduzierte, weil nun ersichtlich wurde, dass die Geschwindigkeit problemlos hoch genug war. Bei den nun folgenden hohen Überflügen brauchte es zwei drei Klicks am Querruder um den Geradesausflug zu trimmen, ansonsten flog die kleine Orange tiptop. Was bei den ersten Überflügen auffiel: Im Flug ist der Impeller – ganz im Gegensatz zum Boden – kaum noch zu hören, so dass einige der schaulustigen Mitpiloten im Hintergrund sogar anfingen zu murmeln, ob der Ofen jetzt wohl ausgegangen sei.

Die weiteren Punkte auf dem Flugprogramm drehten sich eigentlich nur um die Vorbereitung der Landung. Als Nächstes stand das Erfliegen der Trimmung für die beiden Flaps Positionen an. Das Ausfahren der Flaps führt zu einem gut spürbaren Nose-down Moment. Leider hat das Austrimmen im Erstflug nicht geklappt: Ich hatte mir im Vorfeld die Dreh- und Wirkrichtung des Trimm-Drehknopfes nicht gemerkt und fand in genügend kurzer Zeit und der Hektik des Erstfluges die passende Einstellung nicht. Den Rest der Zeit hatte ich schliesslich zum Erfliegen des Langsamfluges und zum Üben von Anflügen geplant. Es hat mich sehr erstaunt, wie langsam dieser schwere Jet mit den doch eher kleinen Flügeln gemacht werden kann. Der Rumpf der Cougar mit den grossen Übergängen zu den Tragflächen leistet hier offensichtlich einen enormen Beitrag. Die Landung erfolgte dann Zero-Flaps und auf der schnellen Seite, so dass ich den Hauptteil der Piste übersegelte, bevor der Jet aufsetzte. Durch die noch recht hohe Geschwindigkeit und den mit dem Fahrwerk positiv eingestellten Anstellwinkel hopste er noch zwei mal, bevor er im Gras zu stehen kam. Die 9 fliegt! Sie fliegt sogar sehr gut und sie ist heil herunter gekommen!

Lesson(s) learnt:

  • Du musst dein Erstflugprogramm nicht nur auswendig können, sowie die Schalter und Knöpfe blind finden, sondern auch deren Drehrichtung kennen…

Flugerfahrungen

Für die weiteren Flüge habe ich die Querruderausschläge ziemlich verkleinert. Sie drehte irrsinnig um die Längsachse und ohne Expo wäre der Jungfernflug eine sehr wackelige Angelegenheit geworden. Auch beim Höhenruder konnte ich die Ausschläge etwas reduzieren, wobei sie beim Erstflug um die Querachse zwar agil, aber nicht giftig war. Für die folgenden Flüge habe ich so viel Höhenruder zu den Flaps gemischt, wie ich beim Erstflug gefühlsmässig ziehen musste. Das stimmte dann praktisch perfekt und ich musste kaum noch nachtrimmen. Zudem habe ich das Frontfahrwerk etwas verkürzt um den Anstellwinkel beim Rollen etwas zu verkleinern.

Inzwischen sind fünf Flüge vergangen und ich muss sagen, ich mag die Cougar sehr. Sie startet durchaus auch mit weniger als der ganzen Piste (ich muss mal messen wie lang die eigentlich ist, damit diese Aussage hier überhaupt Sinn macht ;) und ist in der Luft lammfromm, so lange man sie laufen lässt. Und laufen tut sie gut. Wenn man sie zu langsam fliegt wird sie zunehmend schwammig um die Längsachse bis die durchzusacken beginnt. Dann hilft nur noch Schub, am Besten gleich in Form von Vollgas. Sie fällt zwar beim Strömungsabriss nicht gleich in eine Vrille, im Landeanflug ist damit aber trotzdem nicht zu Spassen. Am Besten kommt man mit sicherer Geschwindigkeit herein und verlässt sich auf die Bremswirkung der halb oder ganz gesetzten Landeklappen.

Das Flugbild zusammen mit dem Sound ist herrlich. Am liebsten mag sie (und ich) tiefe schnelle Überflüge mit Halbgas um dann mit einer vorbildgetreu, grosszügig geflogenen Wendefigur wieder zurück zum Platz zu kehren. Mit diesem Antrieb fliegt sie schön “scale”. Ja, auch das Original hatte ein Schub-Gewichtsverhältnis von weniger als 1:2. Sie ist also kein Jet zum Powertorquen oder für endlose Eurofighter-Su-27-Senkrecht-Rollen-Passagen. Grosse Loopings sind aber überhaupt kein Problem, man muss vorher einfach – wie richtig – ein bisschen Anlauf holen :)

TB Models / Easytiger Cougar Einstelldaten

Und nun zu den Angaben, die ich gerne gehabt hätte

Ruderausschläge

Update vom 30.8.2018, nach gut 60 Flügen: So fliegt sie sehr ruhig, harmonisch und jet-like. Rollen, auch sehr langsame, kommen schnurgerade und erfordern kaum Tiefenruder.

Up [mm] Down [mm] Expo [%]
Querruder 14 10 35
Höhenruder 10 10 20
left/right [mm] Expo [%]
Seitenruder 15 47
Down [mm] Höhenruder Up [mm]
Flaps Take Off 18 1
Flaps Landing 48 3.5
Servoweg [%] Expo [%]
Bugrad TO/LDG 25 15
Bugrad Taxi 65 30

Schwerpunkt

Das war eine Knacknuss. Da ich von Hebu keine Bauanleitung erhalten habe, war das grösste Hindernis vor dem Erstflug der unbekannte Schwerpunkt. Bei Segelflugzeugen und konventionell ausgelegten Motorflugzeugen bereitet mir das überhaupt keine Sorgen. Da kann ich rechnen und mit genügend Erfahrung abschätzen. Aber bei einer Cougar, bei der mehr als die Hälfte der Fläche auf den sonderbar geformten Rumpf entfällt? Im eher toten Thread zu der TB Cougar auf RCN erhielt ich auf eine entsprechende Frage keine Antwort. Aber auch in sämtlichen anderen Cougar-Threads im RC-Network waren keine Angaben zu den Schwerpunkten zu bekommen [1], [2]. Ja, der Schwerpunkt scheint geradezu generell ein Geheimnis sämtlicher Cougar-Hersteller zu sein. (Übrigens auch in den Parallelforen der englisch sprechenden Modellflieger.)

Ich entschied mich schliesslich, das es der beste Plan wäre, mich an anderen Cougars zu orientieren. Also machte ich mich auf die Suche nach verwertbaren Informationen. “3.1415cm vor der Steckung” ist zwar genau, nützt aber nix, wenn man nicht die selbe Cougar hat. Es musste mindestens ein Massstab und ein mehr oder minder definierter Referenzpunkt hin. Gefunden habe ich die folgenden Angaben (von links nach rechts): RC Lander, Skymaster (die grosse) und Top RC (die kleine Skymaster?):

Damit liess sich rechnen. Orientiert habe ich mich schlussendlich aber ausschliesslich an der Top RC Cougar (ganz rechts), die ich inzwischen besitze und damit die relative Position des bezeichneten Schwerpunktes ausmessen konnte. Dieser Schwerpunkt hat sich für mich bewährt: 25-30mm vor dem Steckungsrohr. Ich empfehle allen TB Cougar Besitzern eher bei 30mm als bei 25mm zu beginnen (die Schwerpunkte meiner Flieger sind eher für neutrales als für eigenstabiles Flugverhalten eingestellt).

Um diesen Schwerpunkt zu erreichen, musste ich den 5S 5Ah Akku (600g) zu vorderst vorne in der Nase platzieren. Dazu habe ich das mitgelieferte Akkubrett entsorgt und ein neues gefräst, welches bis in die Nase reicht. Den CAD Plan zum Fräsen gibts hier TODO (der Nasenradius muss noch per Schleifklotz angepasst werden, der ist zu stumpf). Dieses Brett lässt sich leicht mit vier Kabelbindern an den zwei Spanten vorne im Rumpf befestigen. Der Akku, wie auch das Brett, ist einfach mit zwei 5cm Klettbahnen ausgerüstet.

Ein paar Überlegungen zur Leistung

Wie eingangs erwähnt, konnte ich mit dem eingebauten Föhn nach 10-20 Sekunden “nur” 1.7-1.8kp Schub erreichen, obwohl der WeMoTec Midi Fan mit HET 650-58-2100 und 5S “clean” und unter Laborbedingungen immerhin um die 2.8kp Schub auf die Wage bringen soll. Woher diese grosse Differenz?

Ich sehe dafür drei wesentliche Faktoren:

  1. Der grosse “Bömp” im Ansaugkanal (siehe erstes Bild unten). Damit das Einziehfahrwerk im Rumpf Platz hat, haben die Konstrukteure dem Strömungskanal ein umgekehrtes “Siphon” verpasst. Sie haben sich dabei durchaus Mühe gegeben; Das war bestimmt auch nicht einfach in der Form. Aber die Umlenkung ist einfach zu abrupt und dazu nur gut 1-2cm vor dem Impeller “fertig”. An diesem Faktor kann man nichts ändern ausser den Kanal zu öffnen und zu versuchen ein Open-Duct System daraus zu machen. Bis jetzt habe ich mich das aber (noch) nicht getraut.
  2. Der zu kleine Düsendurchmesser. Der in der Cougar eingebaute Düsenkanal passt wunderbar über das Gehäuse von 90mm Föhns, hat aber mit ca. 68mm Durchmesser am Heck doch deutlich weniger als die 75mm, welche WeMoTec als “optimal” empfiehlt. Das geht zu Lasten des Standschubes (und des Wirkungsgrades). Das Heck der Cougar liesse einen grösseren Kanal zu.
  3. Der Radius der Einlauflippen. Die Einlaufkanäle laufen wie beim Original “Spitz” in den Flügel über. Der Einlauflippenradius, soweit man von einem solchen sprechen kann, beträgt ca. einen Millimeter. Das führt vor allem im Stand zu massiven Strömungsablösungen im Einlaufkanal. Mit zunehmender Roll- und Fluggeschwindigkeit verbessert sich dieser Faktor.

Im Flug scheinen sich Punkt 2 und 3 zu relativieren, so dass genügend Schub für einen vergnüglichen Flugstil zu Verfügung steht. Beim Start mit Vollgas zieht der Antrieb rund 90A, während dann im Flug 35-45A für einen zügigen Flugstil reichen.

Fazit

Alles in allem ist die TB Models Cougar ein toller Flieger. Der günstige Preis der Cougar bei Hebu von knap 300 Franken relativiert sich jedoch, wenn man die Qualität  des Bausatzes, das Fehlen einer Bauanleitung (das hätte beim Erstflug ja auch komplett in die Hose gehen können) und die vermutlich nicht existierende Ersatzteilversorgung den Gesamtkosten gegenüber stellt: Die zusätzlichen Bauteile die noch separat dazu kommen wie Fahrwerk, acht Servos, Regler, Impeller mit Motor, Akku, Empfänger und Stromsensor schlagen mit weiteren rund 1000 Franken zu Buche.

In diesem Sinne hoffe ich auf ein noch langes Flugvergnügen mit meiner kleinen, dicken, orangen Cougar. Denn ein Vergnügen ist es wirklich!

Wer Fragen zur TB Cougar oder anderen Cougars hat, findet die Antwort darauf vielleicht in den weiteren Beiträgen zur Cougar oder darf mich sonst gerne kontaktieren. Ich versuche gerne zu helfen.

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Beiboot fürs U-Boot – die Shooting Star bekommt Auge und Luftröhren

20.05.2017

Wenn wir uns am letzten Bericht orientieren, fehlt bei der P-80 neben der Form des Rumpfs vor allem noch die Kabinenhaube und die Lufteinläufe. Für beides habe ich kürzlich zusammen mit Topper einen Abend verbracht und seine CNC Fräse bemüht. Vor der lustigen Fräserei stand aber, vor allem bei den dreidimensional verwundenden Lufteinläufen, die langwierige Konstruktion am 2D CAD. So wurde aus den verschiedenen Rissen langsam die Kontur von zwei dutzend Holzteilen, die schliesslich zusammen mit den wesentlich einfacheren Puzzlestücken für die Kabinenhaube auf dem Fräsplan landeten.

 

Nach ziemlich genau einer Stunde waren die Teile ausgeschnitten und wir konnten uns dem gemütlichen Teil des Abends zuwenden. Spaghetti essen, Träume pflegen, Pläne schmieden, gegenseitig Flieger begutachten und dann noch ein bisschen Lightning, Erdnagel, Überschalldreieck und Canberra fliegen :)

Inzwischen ist die Kabinenhaube zusammengesetzt, beplankt und bereit fürs Beglasen und Finale anpassen ans Rumpf-Urmodell. Toppers Kommentar zu den Fotos: “Gibt das das Beiboot fürs U-Boot?”

Die starke Krümmung im vorderen Bereich machte es notwendig, das Holz anzufeuchten, damit es sich genügend sauber biegen liess. Das selbe wird wohl auch bei den Einläufen nötig werden, welche zusammengesetzt auf ihren Hellingen auf die Beplankung warten.

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