Die P-80 Shooting Star wird weiter gewurzelt

03.12.2015

Sodeli. In den letzten Tagen habe ich weiter beplankt. Auch die Oberseite der Flügelwurzel ist nun zugedeckt. Der in Längsrichtung konkave und in die Querrichtung konvexe Übergang von Rumpf zu Fläche mit den ständig wechselnden Radien war eine mittlere Mühseligkeit. Nach zwei, drei Stunden Leisten, Leistchen und Keile schleifen, einpassen und wieder schleifen ist man nach einem langen Büroarbeitstag genügend “ausgeglichen” und nervlich am Punkt angelangt, wo man Balsamesser und Schleifklotz besser weg legt. Aber bis auf die letzten Leisten am Rücken ist der vordere Rumpfteil nun in Grobform gebracht :D

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Jetzt freue ich mich schon richtig aufs Schleifen und Spachteln. Noch.

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Zuerst gibts aber noch einiges zu tun: Die ganze Leitwerksektion muss aufgebaut und danach ebenfalls in noch mühseligerer Arbeit mit Balsa verkleidet, ein- und angepasst werden. Der erste Schritt dazu sind die beiden GFK wurzelrippen des Höhenleitewerks der Shooting Star. Auch hier müssen die Rippen nicht nur Paralell und sysmetrischen verlaufen, sondern auch rechtwinklig und mit dem richtigen Einstellwinkel auf den Rumpf montiert werden.

Im Bereich der Ruder verlaufen die Anformungen am Rumpf parallel zueinander. 4cm vor der Hinterkannte endet das Ruder und die Flosse knickt links und rechts vom Rumpf weg nach aussen. Um das passend genau zu realisieren, habe ich ein Brettchen zugesägt und geschliffen. Beim Knick habe ich die 1.5mm GFK Rippen mit einer Dreiecksfeile auf der innenseite 1mm Tief eingefeilt. Wenn man die Knickstelle mit dem Heissluftföhn erwärmt, kann man das GFK Plättchen passend anwinkeln ohne dass es bricht.

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Danach habe ich die beiden Wurzeln parallel und rechtwinklich auf das Brettchen aufgeklebt. Diese ganze Kombination wird im nächsten Schritt wiederum mit einer Lehre hinten auf den Rumpfrücken geklebt und ergibt im Zusammenspiel mit der Lehre für die Traflächenrippen schlussendlich die Einstellwinkeldifferenz. Hier darf das Konstrukt mal probesitzen :)

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Flügelunterseite einstraken

21.11.2015

Weiter geht’s. Die P-80 hat ja noch den Rücken und die “Lenden” offen. Heute wurde die Rumpfunterseite bis zur Wurzelrippe eingekleidet. Dazu habe ich zuerst ein Stück Nasenleiste im passenden Winkel zwischen die Wurzelrippe und den Spant davor eingeklebt. Die Beplankung des Flügelansatzes mündet in diese Leiste und definiert so die engen Radien, die mit den Balsaleisten kaum masshaltig und symmetrisch zu erreichen wären.

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Danach konnte von der Mitte ausgehend der Rest der Beplankung aufgebracht werden. Vorne definiert die Balsa-Nasenleiste den Abschluss. Bei der Flügelhinterkante ist es ein zwischen zwei Spanten eingeklebtes 0.6mm Sperrholzblättchen, welches die Flucht für die Beplankung und die Form des Übergangs vorgibt. Die letzte Leiste war die zweit-Äusserste, die in langwieriger Mess- und Schleifarbeit genau eingepasst wurde. Befriedigt stellte ich fest, dass die linke und die rechte Leiste genau die selben Masse benötigten um die letzte Lücke auf der Unterseite zu füllen :)

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Auf der Lufteinlaufsseite ist die Beplankung inzwischen über die neuralgische Stelle des Rumpf-Flächenübergangs hochgezogen:

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Vier Stunden bin ich heute dran gesessen. Entweder bin ich ein sehr langsamer Bauer oder das ist wirklich eine Heidenarbeit ;) Aber zum wie fast immer tollen Sounds und Blackmusic Special brauch ich nicht zu hetzen :D

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Flügelstummel

17.11.2015

Nach einer Baupause, es gibt ja noch andere Interessen (und Nachfolgeprojekte…), geht es wieder los. Heute habe ich die Helling für die von Topper gefertigten Wurzelrippen fertig gestellt. Damit sind jetzt die Flügelansätze hoffentlich nicht nur je parallel, sondern auch im richtigen Einstellwinkel, am Rumpf angeklebt.

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Die Helling besteht aus einem alten, dicken und schön planen Stück Sperrholz, auf das ich im passenden Winkel nach innen gekippt je zwei Dachlatten aufgeschraubt habe. Die Rippen werden vorne und hinten je durch ein Formstück in Position gehalten. Zusammen mit einer definierten Auflage des Rumpfes ergibt das den geplanten Einstellwinkel des Flügels der Shooting Star.

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Die beiden Dachlatten sind parallel montiert und bilden damit eine rechtwinklige Schnittstelle zum Flügel. Zu guter Letzt ist auch der Rumpf korrekt um die Längsachse ausgerichtet, damit das Leitwerk und die Flucht des Rumpfes später mit dem der Flügelansätze passt.

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Eine zweite solche Helling wird es auch für die Wurzelrippen des Höhenleitwerks der P-80 brauchen. Oh graus :)

Und jetzt an dieser Stelle noch ein nichts sagender Hinweis auf besagtes mögliches nächstes Projekt. (Wobei der Verwirrung halber die eingezeichneten 60° eigentlich 180°-30°, also 150° sind…) ;)

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Als ob die Engel schieben

26.10.2015

Endlich war mal wirklich schönes Herbstwetter und nicht nur graue Suppe. Und praktischerweise war auf dem Flugplatz auch Frau dabei, die den Fotoaparat operierte. So gibts nun endlich würdige Fotos von diesem wirklich gelungenen Flieger. Die Me-262 macht ungeheuren Spass beim Fliegen. Vorallem kann man das Fliegerchen so richtig schön langsam und Scale durch den Himmel bewegen. Die schnellen Jets machen ja durchaus Spass aber es tut mir einfach in den Augen weh, wenn man so einen schönen Erste-Generation-Jet mit erlebten Mach-2 durchs Elemenet Jagt.

An diesem Tag war es mein Ziel langsam, sparsam und zum Vorbild passend zu fliegen. So wars dann auch nicht ganz fair, als einige der Anwesenden die den Flieger sonst nicht kannten meinten, es handle sich ja hier auch eher um einen Motorsegler als einen Jet.

         

Dieses Mal hat das Fahrwerk fast funktioniert: Es ist sowohl ein, wie auch ausgefahren. Allerdings ging es nicht ganz hinein, sondern verklemmte sich (vermutlich) an den Ausschnitten im Flügel.

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Hochzeit der Rumpfhälften

11.10.2015

Um die Wurzelrippen auf jeden Fall mit der gleichen Flucht und Einstellwinkel zu verkleben, wurden jetzt die beiden Rumpfhälften mit Harz, Glasschnipseln und viel Thixo zusammengeklebt.

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(Jet-) Flugtag mit Topper

10.10.2015

Vor einer Woche erzählt mir der Herr Topper so neben bei, er gehe sich jetzt eine Dynam Me-262 für 200 Franken kaufen. 10, nein 20, Sekunden später hatte der Habemus-Reflex gewonnen und er den Auftrag zwei der grossen Kisten mit nach Hause zu nehmen. Der Aufbau geht wirklich schnell und problemlos an einem Abend über die Bühne. Bis das Wetter und die (Frei-) Zeit dann einigermassen passten, verging dann doch noch fast eine Woche. Weil der Herr Sturzenegger auch noch eine Eurofighter zum Erstfliegen, aber in seinem Verein keine passende Piste hat, trafen wir uns am Samstag bei uns.

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Leider funktionierte das Fahrwerk meiner neuen Sea Fury auf dem Flugplatz nicht mehr. Ansonsten sind wir alles geflogen, was wir dabei hatten. Auch das Fahrwerk meiner Me wollte in der Kälte plötzlich nur noch zu 5/6 funktionieren: Einfahren funktionierte bei allen drei Fahrwerksbeinen, Ausfahren aber nur beim Bugrad und einem Hauptfahrwerk. Mit Servoweg rumprogrammieren fuhr dann auch das dritte Bein aus, jedoch nicht mehr ein… Wieso das so war, konnte sich kein vernünftiger Mensch erklären. Nun gut, dann wird halt mit ausgefahrenem Fahrwerk eingeflogen. Sie fliegt wie ein Engel, tönt aber leider halt bekanntermassen ziemlich nicht so wie ein Elektroimpeller heute tönen könnte. Nach 4:10 bin ich gelandet und hatte genau die Hälfte der 5Ah verbraucht, die im Akkupack drin waren :)

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Sturzis Me-262 flog genau so gut, jedoch mit eingezogenen Schinken. Der Erstflug der Eurofighter klappte beim zweiten Start. Beim Ersten kam sie von der Piste ab, im gemähten Gras war aber nicht an einen Start zu denken. Auch sie hatte Probleme mit dem Fahrwerk, weshalb sie ebenfalls mit ausgestreckten Beinen flog. Es schien nicht so der Tag für einziehbare Fahrwerke zu sein. Das Flugbild ist Eurofighter-typisch, von der Schubverktorsteuerung bekam ich als Zuschauer jedoch wenig mit. Da lässt sich mit zunehmender Erfahrung und anderer Programmierung vielleicht noch was rausholen.

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Nachdem wir fast alles leergeflogen hatten, wurde es auch zunehmend dunkel und wir gönnten uns Bier, Wein, Abendessen und viele Fliegergespräche zuhause. Zur fortgeschrittenen Stunde musste man dann auch noch wissen wie schwer die Me ist und wieviel Standschub sie beim Start hinbringt:

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Für die, dies wirklich wissen wollen: 2.6kg Gewicht bei 2.6 Kilogramm Schub auf der Küchenwage.

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Klein, schnell und schnell klein

20.09.2015

Anno 1997, während meiner ersten Modellflugkarriere, habe ich an der Modellbaubörse in Dübendorf den “Zip” gefunden. Dabei handelt es sich um einen Voll-GFK Pylon-Renner aus dem Hause Jägermodell, das es heute längst nicht mehr gibt. Damals stand ein ganzes Rudel Zips zum Verkauf. Sturzi und ich konnten nicht wiederstehen und nahmen je Einen mit nach Hause. Ich kann mich nicht mehr an den Preis erinnern, aber der Flieger war komplett mit Motor, Empfänger und den Servos ein guter Handel.

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Mit einem Astro .05 und “7s1p” 1000 mAh NC Zellen war sie schwer, schwer alleine zu starten und schnell. Ich bin sie nach dem Kauf nur wenige Male geflogen, bevor sie jahrelang einfach immer mitgezügelt wurde und jeweils, wenn vorhanden, die Werkstattwand zierte. Das ging so bis ich sie kürzlich beim Bauen meiner P-80 wieder einmal bewusst wahr genommen habe. Heut zu Tage müsste dieser Flieger aus dem letzten Jahrtausend, mit Technik aus dem 21. Jahrhundert kampfwertgesteigert, doch eigentlich ganz nett wieder zu aktivieren sein, ging es mir durch den Kopf.

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Von Pylon hatte ich damals keine Ahnung und das ist auch in meiner dritten Modellbaukarriere nicht anders. Im Gegensatz zu damals gibt das Internet heute zum Thema Modellflug etwas her und schnell bin ich beim Recherchieren auf den Mega 16/15/3 gestossen, der mit 3s LiPo, einen 4.7×4.7 Prop und um die 30A zum Zip passen sollte. Guter Hoffnung, dass ich das mit dem Schwerpunkt hinbekommen würde, bestellte ich den Motor zusammen mit einem 60A Dymond Regler. Staufenbiel Schweiz lieferte schnell, und bald konnte mit dem Umbau begonnen werden.

Beim Demontieren der Nase kam nicht nur der altehrwürdige und rostige Astro .05 zum Vorschein, sondern ich stellte auch fest, dass mein Prop-Vorrat für den Zip mit 5.5×5.5 CAM Speedprops gefüllt war. Mit diesen Props würde aber das arme Motörchen etwas arg belastet. Weiter stellte ich fest, dass die 4.7×4.7 Variante der Speedprops auch gar nicht auf den 38mm Spinner passte, den der Rumpf aus der SteinBürstenzeit erforderte. Fündig wurde ich dann bei APC. Der APC 4.7×4.7 lässt sich auf die erforderlichen 8mm Bohrung erweitern und passt danach recht gut auf den alten Graupner Pylonspinner.

Dann war da noch der Schwerpunkt. Wo der liegen sollte, wusste ich nicht mehr und habs vermutlich auch nie gewusst. Im RC-Network bin ich auf einen Thread gestossen, der 33-35mm hinter der Nasenleiste angibt. Das dünkte mich dann doch etwas arg weit vorne und es stellte sich heraus, das dies auch gar nicht zu erreichen ist, weil der grosse Regler nicht neben dem 2.2Ah Akku in die Rumpfschnauze passt. Wenn ich aber den Akku gleich hinter dem Motor platziere, und nach dem Akku satt der Regler folgt, kriegt man den Schwerpunkt knapp vor den Holm, was mir auch sinnvoll erscheint.

Für den “dritten Erstflug” nach 15 Jahren Lagerzeit fehlte nur noch die Programmierung. Bei meinem Zip ist nur das rechte QR angelenkt, das Linke ist stillgelegt. Ich habe beides ohne spezielle Hinweise nach Gutdünken eingestellt. Auf dem Höhenruder +/- 2-2.5 mm und beim Querruder 7.5mm nach oben und 5.5mm nach unten. Für den Fall der Fälle habe ich 75% Dual Rate auf dem Querruder und Expo bei 100% Höhenruderausschlag auf einen Schalter gelegt.

Vor dem Start brachte sie vollgetankt 680g auf die Wage. Das erschien mir “recht leicht” für den grossen Flügel, so dass ich keine Angst hatte das Ding hinterm Haus selbst zu schmeissen. Trimm neutral, alle Klappen im Strak, die Ruder gecheckt, Schwerpunkt zwischen auf und kurz vor dem Holm (ca. 45mm, für die, die’s wissen wollen). Gut. Gas rein und den Flieger mit mässig Schwung in die Luft geworfen. Sie fliegt gerade aus weg und beschleunigt. Wunderbar, Entspannung. Dann fällt mir zuerst mal auf wie laut das Fräulein ist und bevor ich mich versah war ich schon fast ausser Sichtweite. Flieger nach links kippen und wieder auf mich zu halten. Verdammt ist das schnell! Gas raus auf vielleicht 2/3. *mmmmiiiiiiiiiiiiiiiuuuuuuuuuuuu* und schon war sie vorbei und am anderen Ende der Sichtgrenze. Okay, Halbgas *mmmmiiiiiiiiiiiiiiiuuuuuuuuuuuu*. Nach einigen Runden hab ich mich dann mit mir selbst auf etwa 1/3 Gas geeinigt. Damit ist sie immer noch wirklich schnell und hat Leistungsreserven ohne Ende, ist aber für mich zum Eingewöhnen gut beherrschbar. Sie fliegt wie auf Schienen und folgt brav den Kommandos; Trimm war keiner notwendig.

Nach einem bisschen Herumtollen habe ich mich dann ans Üben der Landung gemacht. Zuerst mal einfach die üblich Landevolte. Downwind, grosse Basekurve und im Final mit reduziertem Gas reinkommen. Das Fliegerchen flog brav seine Route ab, aber landen würde man so nie können. Sie zog mit gefühlten 120 Sachen vor meiner Nase vorbei. Okay, Gas früher rausnehmen. Gleich nach dem Turn in Final. Keine Chance. Erst als ich bereits im Downwind praktisch nur noch segelte und sie zunehmend langsamer machte, begann das Ganze nach etwas auszusehen, das klappen könnte. Nach einigen Übungsanflügen hatte ich es soweit im Griff, dass ich mich entschied, beim nächsten Mal dann auch tatsächlich zu landen. Tiefe Volte mit nur gerade so viel Gas, dass sie in der Basekurve sicher nicht abschmierte und dann den 150m langen Final herunter gleiten. Als sie an mir vorbei flog, begann die Flarephase und sie landete 70m weiter hinten sanft im Gras :)

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Cool, das Fliegerchen! Sie ist wirklich angenehm zu fliegen. Für einen alten Pylon-Hasen ist sie vermutlich eine Schnarchnase, für mich aber ist die Geschwindigkeit wirklich berausschend. Sie ist klein, schnell und wirklich schnell klein ;)

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P-80 C – Das Projekt

07.09.2015

Nachdem ich nun ein paar dutzend Baufotos veröffentlicht habe, sollte ich vieleicht etwas über den Hintergrund zum Projket und (Modell-)Flugzeug schreiben.

Also, ich baue eine P-80 C Shooting Star.

Das Original

Die Konstruktion der XP-80 begann 1943 bei Lockheed unter der Führung der Legende Kelly Johnson, der unter anderem auch bei der Starfighter, U2 oder der A-12/SR71 mit von der Partie war. Nach 143 Tagen war der erste Prototyp fertig gestellt und konnte am 8. Januar 1944 zum Erstflug starten. Das Flugzeug war für das De Havilland “Goblin” Triebwerk ausgelegt, erhielt jedoch später amerikanische Weiterentwicklungen auf Basis der britischen Technologie. Bis zum Ende des Krieges waren 40 Flugzeuge gebaut und vier davon nach Europa gebracht worden, wo jedoch keines davon zum Einsatz kam . Der alliierte Jet kam, der jahrelangen Ignoranz entsprechend, zu spät und wurde bei Vergleichsflügen nach dem Krieg als der Me 262 unterlegen eingestuft.

Den ersten Kampfeinsatz erlebte die P-80 in Korea, wo sie den Sowjetischen Mig-15 jedoch ebenfalls unterlegen war.

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(Bilder: U.S. Air Force, Public Domain, via https://www.flickr.com/photos/tom-margie/2998838659/in/photostream/)

Das Modell

Meine P-80 C, deren Vorbild ab 1948 gebaut wurde, ist für einem 69mm WeMoTec MiniFan Evo ausgelegt, der je nach Motorisierung zehn bis über 20 Newton Schub zu leisten vermag. Mit dieser Reserve nach oben, und weil ich Jets mag die nicht nur schnell fliegen können, habe ich mich entschieden, den Flieger etwas grösser als die bisher für diese Impellergrösse bekannten zu bauen. Damit ergab sich auch der Vorteil weniger von den Originalmassen abweichen zu müssen.

Im Massstab 1:10 ergeben sich knapp 1.2m Spannweite und 1.05m Rumpflänge bei unvergrösserten Lufteinläufen und nur wenig angepasster Düse.

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Die Pläne

Vor zwei Jahren habe ich mit Zeichnen und Konstruieren begonnen. Sporadisch habe ich daran gearbeitet bis mich das Jet-Fieber diesen Frühsommer wieder richtig gepackt hat.  Die Pläne waren zum grössten Teil fertig und mussten im Wesentlichen kontrolliert und in Details ausgearbeitet werden.

Anhand verschiedener 3-Seiten Risse aus dem Internet wurde die Form bestimmt und daraus die Spantenrisse abgeleitet. Wie erwartet, waren natürlich keine der verschiedenen 3-Seiten-Ansichten identisch, so, dass mein Modell als die mir am Sinnvollsten erscheinende Mischung entstand. Ich habe mich entschieden den Rumpf als GFK Schale aufzubauen, so, dass die Pläne “nur” zum erstellen eines Urmodells gedacht sind. Entsprechend sind die Spanten so verteilt, dass eine möglichst stimmige Form erreicht wird. Auf Gewicht und Statik eines fliegenden Rumpfes musste ich keine Rücksicht nehmen.

Formers

Auslegung, Fluggewicht und Leistung

Der erste Flieger soll so leicht wie möglich werden um die Fluggeschwindigkeit niedrig zu halten. Mit einem 4S Antrieb sind sind für die RC Komponenten inklusive 4.2 Ah Akku knapp 800g veranschlagt. Mit einem Strukturgewicht von 700g würde das Startgewicht bei 1.5 kg liegen. Der WeMoTec Mini Fan Evo mit HET 2W20 bringt unter Laborbedingungen gemäss Messungen von Wenmachers 13.5N Schub bei 60m/s Strahlgeschwindigkeit. Mit den 27cm langen Einläufen und dem 40cm langen Schubrohr rechne ich sicher 10N Schub im Flugzeug zu erreichen. Mit einem Schub-Gewichtsverhältnis von 1:1.5 müsste die P-80 recht Scale motorisiert sein, wobei ich davon ausgehe, dass ich bessere Werte erreiche.

Durch die grösse des Modells können auch stärkere und schwerere Antriebe verwendet werden. Bei späteren Modellen ist der Einbau eines Fahwerks vorgsesehen und damit können auch die schönen Spaltklappen der P-80 nachgebaut werden.

Als Profil ist ein MH-42 Strak vorgesehen, der mit 0.7° EWD zum Symetrischen Höhenleitwerk eingestellt wird. Das MH-42 ist im Vergleich mit dem viel verwendeten MH-43 ist etwas unkrittischer bei tiefen Re-Zahlen.

Bau

Der Aufbau des Rumpfurmodells erfolgt, wie auf den bisher veröffentlichten Bildern zu sehen ist, klassisch als Halbschale auf einem 4mm Papelsperrholzbrett mit 4mm Spanten und mit 10×2 mm Balsaleisten beplankt. Der Rumpf wird Anformungen für die beiden Flügel, für das Höhenleitwerk sowie die komplette Seitenflosse erhalten. Die Tiptanks haben 8cm Durchmesser und sollen gedrechselt werden. Sturzi baut die Flügel und Höhenleitwerke in seiner Mylar/Sack-Methode für die zwei Prototypen. Die Flächen sollen der Transport- und Lagerfreundlichkeit halber angesteckt werden.

Technische Daten

Spannweite: 118.8cm

Länge: 104.7cm

Föhn: WeMoTec Mini Fan evo, HET 2W20/4s

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U-Boot

04.09.2015

Frau meint was ich da baue sehe aus wie ein U-Boot. Ich geb ja zu, noch ohne Flügelanformungen und Capot siehts schon ein bisschen so aus. Die Torpedorohre sind allerdings etwas überdimensioniert.

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Update: Sturzi, der sich als Flügelbauer in das Projekt einbringt, hat mir soeben die Fotos der GFK Wurzelrippen fürs Urmodell geschickt:

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Damit wird der Flügelanschluss am Rumpf passend gemacht. Es kann also bald weitergehen :) Yay!

 

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Die Sternschnuppe erhält erste Charakterzüge

28.08.2015

Heute war die zweite Rumpfhälfte dran. Ja, und wenn man nun zwei spiegelverkehrte Rumpfhälften hat und die zusammenklammert beginnt das langsam Düsig auszusehen :)

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Danach hiess es erst mal 2mm Balsabrettchen in 10mm Leisten zu schneiden…

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…um sie dann Streifen für Streifen aufzukleben.

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Wenn sich das Ding nur nicht verzieht…

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Der P-80 Rumpf bekommt eine dritte Dimension

26.08.2015

Oder ämel die Erste Hälfte :)

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Es wird langsam…

25.08.2015

…zum Bausatz. Die Rippen sind nun alle fertig inklusive der Ausschnitte für die Balsaleisten. Die beiden Rumpfhälften habe ich miteinander verschraubt und so gemeinsam auf Mass geschliffen.
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Jetzt fehlen noch die Wurzelrippen, dann kann losgebaut werden und aus dem 2D-CAD-Plan ein 3D-Flieger entstehen :D

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Spanten III

23.08.2015

Das heutige Programm war Laubsägelen, Feilen und Schleifen:

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Die noch unverschliffenen Spanten dürfen mal probesitzen.

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Inzwischen sind 20 von 30 Halbrippen auf Mass verschliffen.

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Neues Pferd im Stall

22.08.2015

Jau, eindlich ein Starkwindengel! Damit man nie mehr mit zu leichten Fliegern auf dem Gebidum stünde :)

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Und weiter gehts mit den Spanten

21.08.2015

Fehlen noch vier Musterrippen, dann kann die Sägerei starten.

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Die Form des Rumpfes…

19.08.2015

…kommt auf die erste Hälfte des Aufbaus. Das Ding wird gross, wenn man so den kleinen Föhn neben dem Bulligen Rumpf sieht.

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Nach je einer halben Stunde Sperrholz glat schleifen und Laserdruck aufbügeln.

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Jetzt hab ich einen lahmen Arm. Modellflugsport eben.

Update: …und die zweite Hälfte des kleinen Dickerchens:

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Ein neues Projekt

16.08.2015

Nach nun mehr einigen Jahren planen, zögern und rumdenken.

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Werkstatt aufräumen…

15.08.2015

…ist so schön und kann doch so schmerzen. Dinosaurier müssen in die Modellbaubörsenkiste gesteckt werden. Diese PCM Empfänger für über 300 Franken pro Stück, die habe ich mit meinem Lehrlingslohn bezahlt. Die wären heute noch super – nur halt 40 MHz. Liebe U-Boot Fahrer, meldet Euch, ich weiss ihr mögt 40 Mhz immer noch.

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Und dann habe ich ja noch dieses utlimative Relikt gefunden: :D

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Ein 45A Relais :D

Update. Ich habe beim Auseinandernehmen des Zips noch mehr gefunden: Noch einen 1024 PCM Empfänger (…) und einen Lulic Regler, die ich vor fast 20 Jahren mal in einer kleinen Serie gebaut habe:

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Parallels to Splines using QCAD

14.08.2015

I’m using QCAD for many years now. Especially in the last few years it has been growing an evolved very fast to a really nice 2D CAD System (which supports Apple, Windows and Linux/Unix Operating Systems). I’m not only using it for model aircraft but also for anything else remotely doable in a CAD such as drawing furniture, wine cellars and even sewing patterns. Its simple functions are quite complete for creating 2D geometries, but it’s still lacks a bit when it comes to work with splines.

Today I was in the need to create parallel lines with a certain distance to several shapes. Those shapes are made of straight lines, arcs, segments of ellipses and of course – splines. QCAD masters parallels to all these geometrics except splines. So how to achieve it in a timely manner? Here’s what I did:

Given you don’t need micrometer-accuracy (which I didn’t as I’m constructing the formers of a master model to be built in wood) you can start by adding circles of the desired radius (the distance you want to have the parallel to go through) to all reference points of the spline. Then start a new spline (the parallel-to-be) snapping to the entities (lines) and set the reference points on the circles so to be rectangular to the original spline at the original reference point. When you’re done, delete the circles and there you go with your parallel spline.

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Climaxx Evo, nach den ersten Flügen

12.08.2015

Ich bin in den letzten Tagen viel mit dem Mäxchen geflogen. Die ersten Eindrücke stehen ja schon im Post zum Erstflug. Ich kann bestätigen was dort steht: Die Flugeigeschaften sind absolut einfach, harmlos und durchaus harmonisch.

Ich konkretisiere und ergänze dazu: Die Climaxx Evo macht Spass, und fliegt mit einem 3s/2.2 Ah Akku mindestens ein Dutzend Steigflüge. Die Ruderausschläge passen. Auf dem Höhenruder ist es nach Anleitung etwas knapp, geht aber. QR, SR Butterfly sind gut abgestimmt. Zum Butterfly habe ich ca. 20% Tiefe dazu gemischt. Um Kurven schnell und sauber einzuleiten ist praktisch zu gleichen Teilen Seitensteuer zum Querruder vonnöten. Flache Kurven fliegt er nach wie vor fast von selber, steilere müssen mit relativ viel Höhe, leichtem Gegenquer und Seitensteuer in die Kurve gestützt werden. Die Anfänglichen 60g Blei um den Schwerpunkt nach Plan zu erreichen habe ich inzwischen auf 45g reduziert (Fragt mich nicht wo der SP jetzt liegt, ich habs nicht gemessen).

Beim Hangfliegen am letzten Sonntag konnte ich auch die Wirkung der negativ gewölbten Wölbklappen und Querruder erfliegen. Ohne stand er still im Wind, mit negativer Verwölbung kam er besser dagegen an. Allerdings ist dazu zu sagen, dass die Konstruktion nicht auf starken Wind oder schnelle Flüge ausgelegt ist. Der Flieger nimmt schwache Thermik sehr gut an, errecht aber schnell sein Limit. Mehr als 100m Anstechen führt zu Flügelflattern. Auch wenn man ein paar mittlere Looping aneinander reihen kann, gibt es da Grenzen.

In diesem Sinne muss sich mein Haifisch nicht vor seiner Pensionierung fürchten. Der verträgt das, trotz der mickirgen Servos, die in seinem Flügel verbaut sind, bei praktisch gleicher Thermikempfindlichkeit. Vielmehr wird er einen Elektrorumpf bekommen und vielleicht sogar mal einen GFK Rumpf und eine Glasfläche.

Das Farbschema mit den Leuchtorangen Applikationen hat sich beim durchzogenen Wetter dafür sehr bewährt, wie man auf den Fostos erkennen kann.

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Zusammenbauen auf einer der frisch gemähten Kreten bei SW-Swind auf dem Eggli. Wie erhofft funktioniert das Bisen-Eggli auch bei dieser Windrichtung.

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Ohne Motor gleitet der Climax von Anfang an in der wunderbar laminaren Strömung vor den grauen Wolken.

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Zum Glück hatte ich tags zuvor die korrekte Trimmung der Butterfly erflogen. Ohne wäre es mit der Landung am Hang schwierig geworden.

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Rückholdienst. So mag ich Modellfliegen :)

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Eine wirklich schöne und entspannende “Wanderung” aufs Eggli an einen durchzogenen Tag!

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Das Ende einer 16 Jährigen Geschichte

11.08.2015

Heute hat es ihn ereilt. Den Selection. Er ist nicht mehr.

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Nach einer Zwischenlandung zwecks “Kalibrierung” zum Erfliegen der korrekten Turbulatorposition habe ich zwar einen Rudercheck gemacht, es jedoch vergessen den Schwerpunkt ebenfalls zu überprüfen. Ja, und der Akku, der muss sich bei der Landung wie üblich verschoben haben. Nach dem Anbringen eines Klebebandes war gleich nach dem Start die Hölle los. Richtig, den Schwerpunkt habe ich vergessen zu prüfen, kam mir sofort in den Sinn. Nun gut. Er ist in der Luft, jetzt gibts nix anderes als das giftige Ding wieder zu Landen. Der erste “Anflug” passte gar nicht. Also nochmals Gas rein und eine Kurve drehen. Dabei muss der Akku vollends nach hinten gerutscht sein, ab jetzt war er nicht mehr fliegbar. 10 bis zwanzig Sekunden später knallte es. Das Geräusch, dass der Flieger am Baum 200 Meter weiter unten verursachte, liess deutlich darauf schliessen, dass nicht mehr viel zu retten sein würde. Und so kam es, dass mein Selection, nur Minuten zuvor noch glänzend wie ein neuer Voll-GFK-Flieger, nach 16 Jahren ausser Dienst gestellt wurde.

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Nun, der geglaste Flügel war bretthart. Wie ist eigentlich so ein Selection Flügel aufgebaut?

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In der Mitte oben und unten ein dreifacher “Abachi-Holm” mit Balsasteg. Und im Nasenbereich ebenfalls etwas zusätzliches Abachi.

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Kurz vor dem Querruder noch eine zusätzliche Lage Abachi ohne Steg…

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…während es in der Mitte der Querruders gar keine zuästzliche Verstärkung mehr gibt. Nur die Nasenseleiste ist durchgehend mit einer zusätzlichen Lage Abachi belegt.

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Was übrig bleibt ist die Technik aus dem letzten Jahrtausend, welche ich darin verbaut hatte und ihm in Verbindung mit 3s/5Ah unzählige senkrechte Steiger an  die Sichtgrenze bescherte. Übrigens leidet nur gerade eins der C-341 an Karies, die anderen sind unversehrt :)

Danke Selection, es war immer einer Freude Dich zu fliegen.

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Und immer wieder Saanen

06.08.2015

Wie (fast) jedes Jahr waren wir auch heuer wieder in Saanen zu Besuch. Im Segelfluglager der SGZ.

In Saanen fliegen nicht nur die “richtigen” Flugis und Brummis, sondern es wird auch geklettert, modellgeflogen, Rösti gegessen, am Pistenende grilliert, gewandert, gebiked, gesungen, philosophiert, Zampfhahnen bedient, Militärische Sanitäranlagen Dauertests unterzogen, … – bevors peinlich wird hör ich jetzt mit dem Aufzeigen der ungeheuren versatilität des Saanenlandes auf.

Ja, wir waren mal wieder da.

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Bei so vielen Möglichkeiten ists nicht immer einfach sich fürs Modellfliegen zu entscheiden. Trotzdem haben die, neuerdings dorfbekannten, “Kletterer” Zeit dafür gefunden. Das Wetter war durch den fehlenden Wind und die hohen Zirrenfelder etwas lahm, so, dass von all den mitgeschleppten Fliegern (mal wieder) nur der Haifisch flog. Aber immerhin hats für einen 30-Minüter und mit viel Basteln für ein paar Kürzere gereicht. Den Rest der Zeit haben wir dann um so intensiver am Doppelsteuer mit Frau verbracht. So langsam klappts nicht nur mit den Landungen, sondern inzwischen gelingen auch Starts :)

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Schön wars, bis nächstes Jahr!

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Achtung, fertig, Climaxx Evolution

05.08.2015

Zuerst mal gleich ein Foto nach der ersten Landung. Mit Wonne hat sie sich im frischen Heu versteckt.

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Nachdem sie “fertig gebaut” war, war natürlich noch lange nicht fertig… Wie immer folgte noch das langwierige Bespannen und schliesslich der RC-Einbau bzw. das Anschliessen der im Flügel vorgängig verbauten Servos. Die Höllein-Anleitung würde die glaubs erst nach dem Bespannen Einbauen. Aber ich habe das wie immer gemacht: Die Servos werden mit dem passend ausgerichteten Hebelarm eingeklebt, dieser dann ins Profil eingeklappt und überspannt. Wenn alles Fertig ist brauchts nur einen Schnitt in die Bespannung um den Hebelarm zu befreien (Vor dem ersten anschliessen der Elektrik!). Auf Abdeckungen verzichte ich.

Die Flügel habe ich pro Abschnitt in einem Stück bespannt. Das hat wunderbar funktioniert und spart die hässlichen und labrigen Klebestreifen oder das mühselige Anscharnieren mit Silikon. Auch die Leitwerke wurden auf diese Weise eingekleidet und wie vorgesehen erst danach am Rumpf angeklebt.

Netterweise kann der von Höllein mit seinem Antriebsset gelieferte Robbe Regler “programmiert” werden. Damit konnte ich es mir ersparen raus zu finden wie ich die drei Kabel von Regler und Motor verbinden musste. Wenns falsch ist wird einfach die Drehrichtung umprogrammiert. Was heute nicht alles möglich ist – da staunt der Bürstenmotorflieger :)

Zur Krönung kam noch das Programmieren des Senders. Eine Geduldsübung bei schönstem Flugwetter drausen. Ich schaff’ das nie ohne Anleitung. Vielleicht sollte ich auch hier mal die letzten 20 Jahre Fortschritt nachvollziehen und meine altehrwürdige FC-28 pensionieren. Wenn schon diese kleinen Reglerkästchen so nett geworden sind, was müssen dann die grossen Fernsteuerungen erst können?

Jänu, aber auch das war irgendwann geschafft, der 3s/2.2 Ah Akku hat sich während dessen vollgesogen – doch halt! Da ist noch was. Stimmt. Auswiegen. Zum Einstellen des planmässigen Schwerpunktes waren 60 g Blei nötig. Kann sein, dass bei Aufbau nach Anleitung weniger nötig wäre. Ich habe den Rumpf ja geglast, was mit dem Einsatz von ca. 40 g Glas, Harz und Kohle verbunden war, wobei ein Teil wieder runter geschliffen wurde. Update: Nach den ersten Flügen konnte ich 15 g Entfernen. Es fliegen nun noch 45 g Balast mit.

Aber dann kam endlich das Einfliegen. Zwischen Windstill und leichter Biese habe ich ihn mit Motor den Westhang hinunter gestossen. Er flog kreuzbrav gerade aus und liess sich von mir artig in 5-10 Sekunden auf Sicherheitshöhe dirigieren. Kurve links, Kurve rechts, Strömungsabriss erfliegen, Butterfly testen. Das Kind fliegt wirklich gut und ist lammfromm. Er lässt sich bis zum Strömungsabriss steuern und geht danach sowohl in der Kurve wie auch im Geradeausflug einfach in einen stabilen Sackflug über. Damit war das obligatorische Programm abgeschlossen und es durfte geflogen werden. Mit einem sehr guten Gleitwinkel fand sich schnell Aufwind. Auch beim Kreisen ist der Vogel extrem stabil. Einmal eingekurvt fliegt er flache Kreise praktisch ohne Hilfe. Bei steileren Kurven nimmt er etwas Unterstützung gerne an. Mit seinem unkrittischen und stabilen Flugverhalten ist auch das Kreisen in Bodennähe absolut stressfrei. Auch aus 5 Metern Höhe lässt er sich von Bärten wieder in die Höhe tragen. Nach 40 Minuten erfolgte dann eine Zwischenlandung um die Augen und den Nacken etwas zu entlasten. Im zweiten Flug war dann das Erfliegen der korrekten Trimmung für die Butterfly Programm. Entsprechend habe ich etwas mehr “Motörlet”. Wenn man will kann man den Climaxx sehr steil an den Prop hängen. Obs was bringt weiss ich noch nicht.

Nach weit über einer Stunde Flugzeit war aber meine Batterie leer und es musste nachgetankt werden. Mal schauen wieviel bei der nächsten Ladung in den Akku geht ;)

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Es klimaktiert weiter

03.07.2015

Zwischendurch wird immer mal etwas weiter gebaut. zB. der Rumpf verkastet:

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Oder das Leitwerk zugeschlifen. Zuerst die Mitte des Ruderblattes anzeichnen und dann zuerst von der ersten Seiten runterschleifen…

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…bevor auch die andere auf den Strich runtergeschliffen wird. Dadurch wird das labrige Brett leider jedoch nicht weniger labrig. Wird wohl etwas Kohle oder Glas abbekommen. Ich mag keine flattrigen Flieger.

Ich habe mich entschieden den Rumpf zu glasen und beim Leitwerk, der üblichen Schwachstelle aller Modelle, etwas zu verstärken. Zwei Kohlerovings und eine Lage 50er Glas übernehmen diese Aufgabe.

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Mit 30g Harz und etwa 20g Glas und Kohle schlägt das nicht all zu arg zu Buche. Und am Schluss wirds ja sowieso zum grossen Teil wieder runter geschliffen. Aber es gibt trotzdem etwas Festigkeit und vorallem eine harte Oberfläche fürs weiche Balsa. Wie vermutet hat sich das Einkleben von zusätzlichen grossen Dreicksleisten in die Ecken der Rumpfnase gelohnt. Ansonsten kann der Rumpf vorne nicht schön passend auf den Spinner zugeschliffen werden und es entstehen die Höllein-typischen Nasen mit einem optischen “Knick” beim Übergang vom Spinner zum Rumpf. Das ist besonders hässlich wenn man seitlich, diagonal von oben oder unten, auf den Flieger schaut.

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Erstflug ASW 24

27.06.2015

Endlich war es so weit: Die ASW, die ich vor langer Zeit an einer Börse erstanden und inzwischen gut gelagert hatte, dufte wieder fliegen. Der Höck der Modellfluggruppe sollte bei diesem Wetter nicht im Restaurant sondern auf dem Modellflugplatz stattfinden. Nach dem ich sie immer wieder den Berg rauf und runter getragen hatte also nun Plan B. So heisst der Schlepper.

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Kind zusammenbauen und anhängen:

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Check before departure…

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…und go. Mal wieder ganz zittrig. Es war ja nicht nur der Erstflug und mein Erstschlepp sondern da waren auch noch ganz viele unbekannte Argusaugen auf mich gerichtet.

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Und… ja… Eigentlich wars ganz harmlos. So ein Schlepp ist keine Hexerei und nach nicht einmal einer halben Platzrunde, auf 350 Metern Höhe, habe ich geklinkt weil ich die Fluglage nicht mehr sauber einschätzen konnte (ja genau, von wegen Grosssegler…). Dann das übliche Programm. Langsamflug: Hui, die kann man ja extrem langsam machen bevor sie in eine steile Vrille fällt. Brakes: keine Trimmung notwendig. Und etwas später, nachdem das ärgste Zittern nachgelassen hatte, hab ich sogar dran gedacht das Fahrwerk einzufahren. Die grosse Kleine fliegt wie auf Schienen.

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Sepp, der mir während Fluges auf auf “meinem” neuen Flugplatz, auf dem ich ja auch zum ersten mal flog, beistand, lotste mich sauber durch den Anflug.

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Jipiiay! Erstflugfresse:

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Das macht Spass. Daniel schleppt gerne und ich lass mich ab jetzt auch gerne schleppen. Also gleich nocheinmal :)

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Sieht schon fast aus wie richtig…

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Danke für den schönen Abend, die freundliche Aufnahme in den Club und der Frau für die hammer Bilder!

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