Bau der 1/3 ASW 20 von Airworld

18.07.2026

Vor beinahe vier Jahren ist die ASW 20 von Airworld bei mir zuhause gelandet. In einem ersten Bericht habe ich einen Blick auf den gelieferten Bausatz und auf die Umsetzung der ASW 20 im Massstab 1:3 von Airworld geworfen. Der Bau war schliesslich für den Winter 2024 / 2025 geplant. Doch neben den zwei anderen Projekten, einer Ikura und einem kleinen Arcus (den ich mir im Nachhinein hätte ersparen sollen), ist die ASW 20 als einzige nicht fertig geworden und musste nochmals eine Saison im Keller ausharren. Im Winter 2025 / 2026 habe ich sie nun zusammen mit einer FW Libelle fertig gestellt. Hier berichte ich nun über einige Aspekte beim Bau des Modells.

Der ganze Klimbim fürs Modell

Üblicherweise beschaffe ich mehr oder weniger alles, was es für den Bau und Ausbau eines Modells braucht, aufs mal. Klar fehlt da dann mal das eine oder andere, oder ich lasse einzelne Fragen bewusst offen. Auch bei der ASW 20 wars so: Alles was mir in den Sinn kam habe ich bewusst ausgewählt und bestellt. Das ganze Material packe ich dann in eine angeschriebene Schachtel und habe so immer Ordnung und Übersicht über das Zubehör zwischen den verschiedenen Modellen, die ich gleichzeitig am bauen bin. Während des Baus kann ich mich bequem daraus bedienen und gleichzeitig den Baufortschritt auch dadurch verfolgen, wie sich die Kiste langsam immer mehr leert.

Bei der ASW 20 hat das etwas weniger als 3.5 kg Zubehör ergeben. Das Gewicht der dabei mit gewogenen Verpackung entspricht bei einem Segler häufig gleich ungefähr dem zusätzlichen Gewicht, das in Form von Brettchen und Einbauten anfällt 🙂

Die Servos stammen alle aus dem Hause Chocomotion. Auf den Rest gehe ihm im weiteren Text ein.

Motorisierung

Auch diese ASW 20 würde ich mit einem FES ausstatten, das war von Anfang an klar. Die bei mir üblichen Akkugrössen ermöglichten entweder eine 6 oder 12s Motorisierung. Aufgrund des erwarteten Abfluggewichtes und auch des Bedürfnisses nach Gewicht in der Nase, entschied ich mich in der Auslegungsphase für eine 12s Variante.

Als Motor kommt ein LEO 5030-0220 V3 / Dualsky XM6360EA3-19 Aussenläufer an besagten 12s im Zusammenspiel mit einem 18 x 10 GM Scale Propeller zum Einsatz. Der 50 mm «Scale-Spitz» Spinner von Schambeck rundet den Antrieb ab und passt sehr gut auf den eher spitzen Rumpf der ASW 20. Für die Interessierten ist hier der e-calc Link zur Antriebsauslegung.

Schon vor dem Kappen der Nase (vgl. das erste nachfolgende Bild) wird die wunderbar Originalgetreue Rumpfform sichtbar. Der eiförmige Querschnitt erfordert eine mechanische «Umformung», wenn der Spinner sauber passen soll. Mit einem konisch zugespitzten Rundholz und vorsichtigem Einsatz des Heissluftföhns habe ich die Nasenöffnung so gut es ging «verrundet» und einen passend zugemeisselten 8 mm Sperrholzspant eingeklebt. Dass dabei insbesondere auf der Oberseite einige Risse im Lack entstanden und sich die Gewebestruktur abzeichnete, macht nichts. Die Nase wird später sowieso lackiert und damit vorher gespachtelt und verschliffen.

Am Schluss habe ich dem Schambeck Spinner noch die Spitze gekappt und so, zusammen mit Löchern im Motorstützspant vorne, für etwas Belüftung im Rumpf und den passenden Scale Look gesorgt. Auch das abgetrennte Mini-Näschen des Spinners hat es natürlich in meine Nasengalerie in der Stube geschafft 😊

Da der gewählte Motor trotz des relativ grossen 50 mm Spinners nicht ganz nach vorne in die Nase passt, habe ich eine entsprechende Verlängerung verwendet. Die Dualsky Wellenverlängerung erfordert zur Motormontage einen zusätzlichen Motorspant. Für alle Nachbauenden hilft das erste Bild mit dem Massstab, Zeit beim Formen des Spantes zu sparen.

Kabinenhaube

Das Capot (die in der Schweiz übliche Bezeichnung der Kabinenhaube; vermutlich via dem lateinischen «caput» bzw. französischen «chapeau» im Sinne von «Kopfabdeckung») ist für mich immer eine eher ungeliebte Bauangelegenheit. Aus mehreren Gründen: Man arbeitet mit einem klaren, vorzugsweise kratzerfreien Bauteil, das es sowohl zuzuschneiden als auch zu verkleben gilt. Fehler sind schnell unkaschierbar und beeinträchtigen das Erscheinungsbild nachhaltig. Wenn immer möglich lasse ich diese Arbeit daher von den Profis bei den Herstellerfirmen machen. Aus irgend einem Grund stand dies bei der Airworld ASW 20 jedoch nicht zur Verfügung (Nebenbei: Bei der ASH 26 aus gleichen Hause war das jedoch kein Thema und wurde von Airworld erledigt). Vielleicht liegt die Zurückhaltung bei diesem Modell daran, dass der Kabinenhaubenrahmen ein paar Millimeter zu lang ist. Ohne Anpassung ist er nicht sauber zu verbauen:

 

Die Lösung ist zwar etwas nervig, aber eigentlich wenig aufwändig und trivial umsetzbar: Ich habe den Rahmen vor dem Instrumentenbrett zersägt, passend gekürzt und danach mit Mumpe und je einem ca. vier Zentimeter langen CFK Röhrchen pro Seite im Innern des Rahmens wieder verklebt. Damit die Form danach auf jeden Fall passt, erfolgte die Aushärtung auf dem zuvor mit Trennwachs behandelten Rumpf. Ganz ohne Schleiferei der Unterseite des Haubenrahmens ging es aber auch damit nicht.

Anschliessend habe ich einen klassischen Haubenverschluss ge- und verbaut. Vorne sorgt ein ein 5 Millimeter Kohlestift für die Positionierung des Rahmens, während hinten ein rostfreier 3 mm Stahldorn in einer passenden Messinghülse als Verschluss dient. Bedient wird er ūber einen daran angelöteten verzinkten Stahldraht aus dem Baumarkt. Alles so vorgebogen, dass es spanungsfrei läuft. Auf beiden Seiten habe ich zudem einen 1.5 mm Federstahldraht in den Haubenrahmen geklebt. Diese greifen beim Aufstecken in das gleichzeitig gebohrte und danach leicht länglich ausgefeilte Loch in der Anformung des Rumpfes. Damit ist das Capot auch seitlich geführt und schliesst sauber mit dem Rumpf ab.

Zum Schluss kam die Angst- und Zitterpartie: Das Ausschneiden und Einpassen der tiefgezogenen Kabinenhaube. Der Rohling weist bereits eine sehr genau passende Andeutung der äusseren Begrenzung der Zuschnitts auf. Wenn man da entlang schneidet, passt die Haube ziemlich genau in den ausschnitt des Rumpfes, so, dass man die Nut des Haubenrahmen anzeichnen kann (erstes Bild unten). Nach dem Einpassen habe die Haube in üblicher Manier auf der Innenseite angeschliffen und mit einer vorsichtig dosierten Menge schwarz eingefärbter Mumpe (24 Stunden Laminierharz) verklebt.

Nach ca. zwölf Stunden Anhärtezeit kann man mit einem Wattepad oder mit Ohrenstäbchen und Alkohol die Klebekanten säubern. Damit spart man sich im Anschluss etwas Schleif- und Säuberungsarbeit. Vor der Lackierung bleibt noch das saubere Verspachteln und Verschleifen mit Polyurethanspachtel.

Fahrwerk

Als Einziehfahrwerk habe ich ein FEMA 1:3 mit dem überlangem FES-Schenkeln und 112 mm Rad eingebaut. Airworld liefert im Bausatz Spanten bereits mit. Für meinen Ausbau musste ich diese jedoch anpassen. Auch hier, zur Zeitersparnis für Nachbauende, ein Scan meiner Spanten mit einen Massstab als Referenz.

Wie man auf den folgenden Bildern sieht, habe ich den hinteren Spant des Fahrwerks ca. 2-3 Zentimeter hinter der Flächensteckung platziert. Damit bleibt mit der langen FES Fahrwerksvariante vorne genug Platz für den Ausbau und das Cockpit mit einer Puppe. Noch weiter nach hinten sollte das Fahrwerk jedoch auf keinen Fall. Bereits so geht sie beim unvorsichtigen Bremsen leicht auf die Nase.

Die Fahrwerksklappen habe ich klassisch mit einer verschobenen Scharnierlinie realisiert. Dazu dient ein 2 mm Federstahldraht in einem entsprechend verharzten Bowdenzugrohr.

Rumpfbug mit Akkubrett

Unter der Cockpitwanne von Airworld ist der vordere Teil der Technik versteckt. Dazu gehört die Schleppkupplung nach meinem bekannten Konzept, hier gleich in Serie für einige weitere Segler gefertigt. Die Schleppkupplung wird von einem kleinen Chocomotion 8/9 Servo angetrieben.

Das «Akkubrett» habe ich wie üblich anhand einer Pappschablone in den Rumpf eingepasst und danach in Sperrholz ausgesägt. Auch hier wieder, für allen Nachbauenden, einem passenden Scan des finales Brettchens.

Leitwerk

Der Aufbau des Leitwerks ist unspektakulär. Einzig zu erwähnen ist, dass das Höhenruderservo wirklich wie von Airworld vorgesehen oben, schräg in der Seitenflosse montiert werden muss. Eine Anlenkung von unten klappt nicht. (Linkes Bild unten von Airworld)

Der Ausbau des Flügels

Wie geliefert hat der Flügel zwei Servoschächte: Einen für das Querruder und einen für Wölb- und Störklappen. Natürlich liessen sich die drei benötigten Servos auch durch die zwei vorgefertigten Schächte verbauen. Die Bilder aus der Baudokumentation von Airworld schlagen folgendes vor:

Bilder: Airworld

Mir war das allerdings zu heikel, zu fummelig und zu unwartbar. Ich befürchtete ein furchtbares Gefrickel. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, Rumpfseitig ein drittes Loch in die Flügelunterseite zu sägen. In den Originalschacht kommt das Störklappenservo, und in den zusätzlichen Schacht kommt das Wöklbklappenservo. Damit auch dieses im Glas-Sandwich-Flügel zuverlässigen und festen halt bekommt, habe ich die Flügelschale innen an dieser Stelle ebenfalls mit einem grosszügig bemessenen Stück Kohlefasergewebe ausgelegt. Dabei hat es sich bewährt, die Kohle auf einer Folie mit Harz zu tränken und mitsammt der Folie durch den Servoschacht zu applizieren. Nach dem sorgfältigen und ausgiebigen Andrücken kann die Folie wieder abgezogen werden.

Damit konnte ich nun ganz normale Servorahmen verbauen und mich mit dem «lediglich üblichen» Gefrickel um die Anlenkung kümmern.

Die Ruderanlekungen

Airworld sieht klassische aussenliegende Anlenkungen auf der Flügelunterseite vor. Dafür liegen entsprechend passende Hutzen bei. So ganz glücklich war ich damit nicht – sind doch heute kaum sichtbare Überkreuzanlenkungen üblich. Durch die üppig vorhandene Dicke der Tragfläche (gemäss Webseite von Airworld besitzt die ASW 20 ein HQW 3/14), und in Kombination mit der Verfügbarkeit von neuen gekröpften Anlenkungen bei Chocofly (und anderen Herstellern), ergab sich auch die Möglichkeit, die Anlenkung unterhalb der Flügelschale im Flügelinnern zu führen. Auf dem letzten Bild unten sieht man, wie wenig damit von der Anlenkung sichtbar ist, und welche Hutzen eigentlich vorgesehen gewesen wären.

Störklappenabdeckungen

Damit blieben noch die Störklappenabdeckungen anzubringen. Auch das ist immer ein bisschen eine Zitterpartie: Sollen sie doch zuverlässig Ausfahren und dabei im eingefahrenen Zustand auf keinen Fall aus der Profilsilhouette herausschauen. Ich bin bei der Montage so verfahren, dass ich die Oberseite der von Airworld eingebauten Störklappen angeschliffen habe, diese danach verriegelt und Mechanisch so weit wie möglich «nach aussen» gezogen habe, bevor ich die zuvor sauber eingepassten Abdeckungen mit einer schmalen Raupe eingedicktem Harz an einem Klebeband aufgelegt habe. Nach dem Aushärten kann im ausgefahrenen Zustand die Verklebung begutachtet, und falls nötig, stellenweise mit etwas Mumpe verstärkt werden.

Spaltabdeckung

Zum Schluss habe ich alle Ruderspalte auf der Tragflächenunterseite, wie auch am Höhenleitwerk, mit 22 mm Spaltabdeckband abgeklebt. Das war bei der von Airworld gewählten Spaltgeometrie her unumgänglich. Sowohl eine klassische Harz-Dichtlippe wie auch einfach «offen lassen» sind quasi unmöglich. Das klappt Wunderbar, ist aerodynamisch sauber Umsetzbar, und ist am Boden sogar deutlich schöner als die unten angeschlagenen Überkreuzanlenkungen. Gegebenenfalls ist dies bei einer Bestellung jedoch auch Gegenstand einer individuellen Absprache mit Airworld.

Ich verwende dazu Ruderspalt-Profilband superweiß 22mm, welches ich mit Spezial-Klebefilm extradünn verklebe und die Vorderkante mit PVC-Klebeband extradünn 12mm abklebe (Bestellnummern B597, B324 und B318 im AirStore – Nein, ich werde nicht von ihnen bezahlt ;-). Mit etwas Übung funktioniert das sehr gut und ergibt saubere Resultate.

RC- und Cockpit-Einbau

Der Antrieb mit Motor, Regler und Akku sowie der Ausbau mit Cockpitwanne und Puppe erfordert, dass die Centralbox praktischerweise ziemlich genau im Schwerpunkt hinter dem Cockpit montiert wird. Die beiden LiIon Akkus für die Stromversorgung habe ich mit Klettband hinter den hinteren Fahwerksspannt verlegt. Dort gibt es genug Platz und damit erreiche in den Schwerpunkt nach Werksangabe mit einem 12 x 3.3 Ah Akku ziemlich genau. Der Rest der Technik verteilt sich seitlich und am Boden unter der Sitzwanne. Letztere wird hinten mit zwei Supermagneten auf einer Auflage mit Anschlag fixiert. Vorne liegt sie frei auf den beiden Akkus und wird durch die sich zuspitzende Rumpfform am nach vorne Rutschen gehindert.

Geflogen wird die ASW 20 übrigens von der zweitletzten Pfannmüllerin, die Hannelore und Axel noch hergestellt haben. Die allerletzte, eine ganz besondere Puppe, harrt noch der Geburt ihres fliegenden Untersatzes 😏🤫.

Design

Zu den ambivalentesten Teilen beim Modellbau gehört das Finish. Wie soll der Flieger bloss aussehen…

Das einzige, was ich von vornherein bestimmt hatte, war, dass die ASW 20 «Mike Six» werden würde. Also «M6» aufs Leitwerk und den rechten Flügel bekommt. Der Rest war offen. Lange Zeit dachte ich, ich würde eine klassische Schleichernase realisieren. Zusammen mit ebenso klassischen roten Flügelspitzen. So wie im einleitenden Bild des ersten Beitrages zur ASW 20 von Airworld oder vorne auf dem «Segelflugmodell Teil 1» von Franz Perseke, das ich schon in meinen Jugendjahren verschlungen und die Orchidee auf dem Titelbild immer wieder bewundert hatte (siehe dazu auch den Beitrag «Ein bisschen Modellflugnostalgie und -Geschichte»).

Bild links: via Alexander Schleicher

Und dann kam im frühen 2026 ein E-Mail von Ronald Veidt, seines Zeichens Modellflieger und Besitzer einer personentragenden ASW 20, mit einer Frage zur ASW 20 im Allgemeinen. Zusammen mit seinem Anliegen sandte er mir fantastisch schöne Bilder seiner ASW 20 und hat damit unwillentlich meinen vermeintlich seit Jahren bestehenden Designentscheid ins Wanken gebracht. Doch keine klassische Schleichernase? Will ich es wirklich so «normal» wie gefühlt alle anderen mit einem ASW 20 Modell?

Und nun seht Ronalds Fotos selbst (Bilder: Daniel Hager):

Nein! Es sollte eine solch halbrote Nase werden. Das hatte zusätzlich den Vorteil, dass der Propeller auch ohne Positionierung und komplizierte Bemalung problemlos im Design verschwinden würde.

Für die Immatrikulation ging ich wie immer vor: Ich bestimmte im Luftfahrzeugregister den Bereich, in dem die zeitgenössischen ASW 20 immatrikuliert wurden und suchte mir in diesem Bereich eine mir schöne oder bedeutungsvolle Zahl (es darf über die Hintergründe für die 1475 geraten werden 😉). Damit sind meine Segler üblicherweise Vorbildähnlich, haben jedoch keine konkreten Vorbilder in der realen Welt.

Die Nase und die Flügelspitzen haben ich mit Acryllack gespritzt, und der Schneidplotter lieferte mir die «Decals» und die Kleberahmen für die flachen Servodeckel. Das Aufbringen erfolgte wie im Bericht zur LS6 beschrieben mit Seifenwasser an den zuvor eingemessenen und mit Klebeband eingerahmten Stellen.

Bilder und erste Flüge

Just aufs Frühlingsfliegen der IGG in Hinwil wurde meine ASW 20 fertig. Es lag also auf der Hand, diese dort erstzufliegen 😏 Das gelang auch ganz unspektakulär. Mit ihren 11.75 kg Abfluggewicht flog sie ruhig und sicher wie ein klassisch ausgelegter Thermiksegler. Das tat sie auch einige Wochen später im Baselbiet beim Schlepptreffen der MG Büren. Danke an dieser Stelle nochmals für die Einladung und den gemütlichen gemeinsamen Tag. Es braucht noch einige Flüge, bis ich sie fertig eingestellt habe und noch etwas detaillierter Auskunft geben kann. Aber soviel steht fest: Sie fliegt wunderbar und bereitet vom ersten Moment an viel Freude. Mit ihrer Perfekten Linienführung 🥰

Die ganzen technischen Angaben zu meiner ASW 20 finden sich in der Flottenübersicht.

Retrospektive

Was habe ich gelernt und was würde ich beim zweiten Mal gleich oder anders tun?

  • Der ausgewählte und so von mir erstmals eingesetzte 12s Antrieb funktioniert bestens und ergibt ein schönes Steigen. Die ASH 26 aus gleichem Hause wird darum die selbe Konfiguration erhalten.
  • Ich denke, ein 6s Antrieb würde auch funktionieren. Von der Leistung her vermutlich knapper, der Schwerpunkt wäre aber durch Umplatzierung einiger Komponenten wahrscheinlich auch erreichbar.
  • Die Flügelanformung, oder besser gesagt, die von Airworld gebohrten Löcher für die Verdrehsicherung der Tragflächen sind nicht ganz genau symmetrisch. Lass dies so und korrigiere das nicht – Tue das auf jeden Fall nicht vor dem Erstflug. Im Dummerchen habe das im Eifer des Perfektionismus «präventiv» getan. Ich werde es wieder umbauen müssen, da ich wohl um diesen Betrag trimmen musste, damit sie neutral fliegt.

Stand: Juli 2026 and to be continued 🙂

Post Scriptum

Inzwischen sind auch andere Hersteller (wieder) auf den Zug des möglicherweise ikonischsten Segelfliegers aufgesprungen. Namentlich Chocofly. Bereits im letzten Jahr haben sie eine handlichere ASW 20 mit vier Metern Spannweite lanciert. Dani hat mir im Sommer letzten Jahres dann berichtet, dass sie auch noch eine 5 Meter Variante lancieren werden. Die Katze haben sie genau in diesen Tagen aus dem Sack gelassen und auch die grosse ASW 20 an der Segelflugmesse in Schwabmünchen enthüllt. Diese ist sicherlich eine Alternative in moderner Ausführung zu der hier gezeigten ASW 20 von Airworld. Sprich mit dünnen Profilen und – wenn gewünscht – in hochfester Ausführung. Die ASW 20 von Airworld ist eine absolute Schönheit und überzeugt insbesondere mit einer beinahe perfekt getroffenen Rumpfform. Fliegerisch gehört sie zu den klassischen Grossseglern mit Vorbildtreue sowohl in Erscheinung als auch im Flugbild als Hauptanspruch.

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