Haifisch – die Idee

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Ausflug auf den Etzel

Es passierte an einem jener wundervollen Tagen, wie man sie sich nur wünschen kann. Es war Ende Frühling, ich war in Rapperswil und hatte nichts zum Fliegen bei mir. Die Sonne brannte in die Landschaft, eine leichte Brise zog um die Häuser und rund um den See warfen sich Hügel und Berge auf. Wer hier nichts zum oben bleiben finden würde durfte sich wahrhaftig ein Künstler nennen!

Mit dem Velo erklomm ich den am verlockendsten aussehenden Hügel, nachdem ich den Weg dorthin auf der Karte ausgemacht habe. Das entpuppte sich jedoch etwas unerwartet als mittlere Hochleistung. Ich fuhr von Rappi (400 müm) über den Seedamm nach Pfäffikon (SZ) und von dort auf den St. Meinradpass (950 müm). Mittelmässig erschöpft erschien ich vor dem Restaurant auf der Passhöhe – geschlossen! Wie eine 30 Tonnen Dampflokomotive schnaubend vor Anstrengung und Wut stieg ich wieder auf meinen Drahtesel um die letzten paar Kilometer bis zu der, vom See aus ausgemachten, Segelflugstelle (1200 müm) hin zurückzulegen.

Was mich dort erwartete entschädigte mich jedoch für alle Mühen. In drei der vier möglichen Windrichtugen müsste es gut fliegbar sein, und diese Aussicht! Das Bild einer neuen Segler-Konstruktion wurde immer klarer und tummelte sich schon vor meinen geistigen Auge und dem überwältigenden Panorama.

Nach ein-einviertel Stunden Bergfahrt brauchte ich für den Retourweg nach Pfäffikon 14 Minuten :) Damit war das Erlebniss für diesen Tag erledigt. Die Pläne konkretisierten sich in der folgenden Nacht: Spannweite so um die zwei Meter, zerlegbare Flächen, vorerst nur einen Segler Rumpf, um alle drei Achsen steuerbar und eine F3J-artige Auslegung die aber auch bei Wind noch genügend marschieren sollte. Selbstverständlich in Voll-Holz-Bauweise. Holz müsste ich noch genug an Lager haben, und das Material für die Steckung könnte ich am nächsten Tag vor meiner Heimfahrt bei Kö in Zurich kaufen. So sah mein Plan aus.

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